Mannheim, Düsseldorf, Berlin: Three exhibits in Germany presenting Architecture Photography

11 06 2009

Neues aus der Welt der Galerien: Drei Fotoausstellungen in ganz Deutschland zeigen Architekturfotografien.

News from the galleries: Three photo exhibits in Germany present architecture photography.


Jörg Schmiedekind Neukölln 1

Jörg Schmiedekind Neukölln 1 © Jörg Schmiedekind

Jörg Schmiedekind: Neukölln – Stadtfotografie

12.06.2009 – 18.07.2009

Galerie En passant, Berlin

Jörg Schmiedekind, ausgebildeter Architekt, arbeitet seit 2005 verstärkt auch als Fotograf. Sein besonderes Interesse gilt dabei dem Alltäglichen, Banalen, nicht dem Spektakulären und Besonderen.

„Mir geht es um die Darstellung alltäglicher Orte und ihrer Brüche. Dabei bediene ich mich der Stilmittel der Dokumentarfotografie – wohl wissend, dass Bildausschnitt und Bildaufbau immer eine subjektive Aussage darstellen.“

In der Serie „Neukölln“ (entstanden zwischen Dezember 2007 und April 2008) tut Schmiedekind eben dies: Er spürt dem Berliner Stadtviertel nach – fernab von Schlagzeilen und Schreckensnachrichten. In sorgfältig gestalteten Bildern konzentriert den Blick auf die Bebauung und den von ihr geschaffenen Stadtraum, zeigt Schilder, Ampeln, Leuchten, Verteilerkästen, Poller, Autos, Werbung etc. Durch die körperliche Abwesenheit der Menschen beginnen die Dinge für sich selbst zu sprechen.

Jörg Schmiedekind: Neukölln © J. Schmiedekind

Herausgelöst aus dem Alltag werden die alltäglichen Innenstadtlandschaften so zu Bühnenbildern, in denen das soziale Leben geschieht. Ob Wechselwirkungen zwischen Bühnenbild und den meist nicht sichtbaren Akteuren bestehen, bleibt dem Betrachter überlassen.

Dementsprechend ist alles im Bild gleich wichtig, die diffusen Lichtverhältnisse sind bewusst eingesetzt:Nicht um eine bestimmte Stimmung zu schaffen; vielmehr wird durch unterschiedliche Schärfe oder differenziertes Licht nicht akzentuiert oder betont.

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7. Juni 2009 – 24. Mai 2010

Museum Zeughaus C5 I Forum Internationale Photographie

20 Jahre Fall der Berliner Mauer: Zu diesem Anlass werden in Mannheim Arbeiten von Robert Häusser (*1924 in Stuttgart) gezeigt.

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© Robert Häusser

In der ersten Zeit des Mauerbaus hielt sich Häusser im Westsektor Berlins auf und fotografierte die Berliner Mauer: Es entstand ein  Bilderzyklus, der eindringlich die Mauer als Physiognomie, Ausdruck und Brutalität des Systems zeigt. Seine Aufnahmen in scharfen Schwarz-Weiß-Kontrasten udn mit strengen Frontalansichten sind jedoch nicht nur zeitgeschichtliche Dokumente deutschdeutscher Geschichte, sondern zeigen auch die persönlicht Sichtweise des Künstlers: in der Darstellung der Häuserfronten, Eingänge, Fenster sowie der Menschen und Dinge im Umfeld der Mauer.

In der Ausstellung sind  vierundzwanzig großformatige Schwarz-Weiß-Bilder zu sehen, denen denkwürdige Zitate bekannter Politiker und Künstler gegenübergestellt werden, etwa von John F. Kennedy, Willy Brandt, Martin Luther King und Richard von Weizsäcker.

Robert Häusser wurde 1995 mit dem Hasselblad Foundation International Award in Photography ausgezeichent. Seit 2002 ist sein gesamtes fotografisches Werk an die Reiss-Engelhorn-Museen gestiftet worden. Der Künstler lebt und arbeitet heute in Mannheim.

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Wolfgang Lüttgens, Atelierbild 06.14, 2006 © W. Lüttgens

Vom Innen und Außen.
Fotoarbeiten von Wolfgang Lüttgens und Thomas Strogalsk

05. Juni bis 01. August 2009

www.epson-kunstbetrieb.de Düsseldorf

Die Bildwelten zweier Fotografen, die recht unterschiedliche Ansätze verfolgen, werden in Düsseldorf in einem gemeinsamen Ausstellungsprojekt gezeigt: Thomas Strogalski ist Berufsfotograf, während Wolfgang Lüttgens die Fotografie als künstlerisches Medium benutzt: Lüttgens komponiert aus diversen Fotofragmenten eine eigene digitale Bildwelt, während Strogalski ausgehend von einem digital fotografierten Bild als Vorlage in unzähligen Schritten eine ebenfalls neue Bildwelt gestaltet.

((Infos aus der PR-Mitteilung))

Wolfgang Lüttgens ist ein Grenzgänger zwischen realen und imaginären Räumen. In seinen Werken befragt und hinterfragt er die Realität, spielt mit ihren Darstellungsmöglichkeiten und gibt ihr neue Erscheinungsformen. Ausgangspunkt der fotografischen Arbeiten ist die Momentaufnahme eines räumlichen Ambientes. Lüttgens bevorzugt in seinen Bildern ein Format, das annähernd quadratisch ist und durch seine wenig eindeutige Form der Abstraktion hilfreich entgegen kommt. Aus mehreren Fotografien trifft er eine Auswahl und verwendet sie, ganz oder teilweise, für das angestrebte Bild.

Das digitale Bearbeiten gewährt Lüttgens großen Spielraum: Durch Verschieben einzelner Partien, durch deren Verzerren und Ändern ihrer Größe sowie durch das Anlegen unterschiedlicher Ebenen gelangt Lüttgens zu verschachtelten, inkongruenten Räumlichkeiten.

Bei einigen neuen Arbeiten tritt Farbe als rein abstrakte Fläche in Lüttgens Bilder. Zu dieser Wirkung gelangt der Künstler zusätzlich dadurch, dass er Inkjet-Drucke herstellt, deren Oberfläche matt ist. Mit Hilfe dieser Technik erhalten die Fotos eine erstaunlich malerische Qualität. Der Betrachter kann mitunter kaum unterscheiden, ob das Bild und insbesondere die abstrakte Fläche fotografischen Ursprungs ist oder aber handwerklich gemalt wurde.

Thomas Strogalski, Landscape #1, 2008 © Th. Strogalski

Thomas Strogalski, ausgebildeter Profifotograf, Mitglied des Bundes Freischaffender Fotodesigner (BFF) und mehrfach für seine Arbeiten ausgezeichnet, sorgt v.a. mit seinen Autowerbe- und Landschaftsfotografien international für Furore. Er inszeniert Außenszenarien mit großer Akribie. Kleinste Details seiner großformatigen Arbeiten scheinen für diesen einen Moment der Belichtung kreiert worden zu sein – sind aber das Ergebnis aufwändiger digitaler Postproduktion. Landschaften und Szenerien werden mit einer bewussten Künstlichkeit versehen, die das endgültige Werk von der „Aufnahme eines Momentes“ zu einem „Status der Ewigkeit“ transformiert.

Interessant bei den Arbeiten von Thomas Strogalski ist auch die Verwendung mehrerer Assoziationsebenen – ein Ergebnis der teilweise überwältigenden Detailfülle seiner Arbeiten. Aus mehreren Metern Betrachtungsabstand wirken die Bilder ungleich anders als „bei näherer Betrachtung“, bei der sich dem Auge viele kleine „Unterwelten“ eröffnen.


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13 06 2009
Im Jahr der kleinen Häuser Fotoarbeiten von Wigald Boning « deconarch

[...] 13 06 2009 Eine überraschende Entdeckung habe ich vor Kurzem gemacht, als ich zur Ausstellung von Th. Lüttgens und Chr. Strogalski im Epson Kunstbetrieb Düsseldorf recherchiert habe. Mitte Mai wurden dort für 2 Wochen Fotografien von Wigald Boning gezeigt. Und [...]

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