Sven Hamann: Fassaden. Architektur und Kunst

26 01 2009

Was passiert, wenn ein Architekt Kunst macht?

o.T. - #094_4020_08, Mischtechnik auf Leinwand, 40/20 cm zweiteilig, 2008

Sven Hamann: o.T. - #094_4020_08, Mischtechnik auf Leinwand, 40/20 cm zweiteilig, 2008

Nach Abschluss seines Architekturstudiums in Kaiserslautern hat Sven Hamann in den ersten Jahren seiner Tätigkeit als Architekt immer mehr die kreativen Möglichkeiten, die die Kunst – insbesondere die Malerei und die Fotografie – eröffnet, für sich entdeckt und sich schließlich vor einigen Jahren entschlossen, als freischaffender Künstler zu arbeiten – mit zunehmendem Erfolg. So hat Hamann etwa den fm-Fotografiepreis,2008, Hamburg im Thema Architektur gewonnen und ist Preisträger beim Kunst- und Förderpreis der Sparkasse Bayreuth im Rahmen der 30. Internationalen Kunstausstellung (ebenfalls 2008).

F08_048R - Fotografie, 75/50 cm, Auflage 3+1, 2008

Sven Hamann: F08_048R - Fotografie, 75/50 cm, Auflage 3+1, 2008

Hamanns Arbeiten befassen sich nach wie vor mit der Architektur.  Sein Ziel ist es, „die Menschen für das Thema der Architektur zu sensibilisiern und den Blick des Betrachters für Architektur zu schärfen“. Obwohl uns Architektur täglich begegnet und wir unser Leben weitgehend in Räumen verbringen, erfährt das Gebaute erstaunlich wenig bewusste Aufmerksamkeit – anders als etwa die Mode, so Hamann, die uns ebenfalls „einhüllt“ wie die Architektur.

In seinen aktuellen Arbeiten zeigt Hamann Fassadenausschnitte. Das Gebäude wird auf eine Fläche reduziert und abstrahiert und dem Betrachter so in einer ungewohnten Weise präsentiert. Gewohnte Sichtweisen werden durchbrochen, neue Wahrnehmungen der Gebäudehülle ermöglicht.

Insbesondere in den Gemälden, geschichtete Strukturarbeiten – in gewisser Weise auch sie „gebaut“ – wird deutlich, wie Fassade funktioniert:  Was befindet sich dahinter? Was wird verhüllt?

In einem Interview, das ich in Kürze online stellen werde, gibt Sven Hamann weiter Auskunft über seine Arbeit und seine Zielsetzungen.

Webseite Sven Hamann

Sven Hamann im Kunstverein Amberg
vom 12.02. bis 21.03.09

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Urbane Welten: Ausstellungsbeteiligung beim Kunstpreis Langwasser in Nürnberg
vom 02.02. bis 14.02.09





STADTanSICHTEN: grün der zeit Landschaftsplanungen in und aus Peking

24 01 2009

Neue und junge Ansätze der Landschaftsplanung in China stellt die ifa-Galerie in Berlin vor:

„Der Bauboom in China, die rapide und rigide Umgestaltung von Städten sowie architektonische Solitäre von international renommierten Architekten beherrschen die Diskussion in Fachkreisen und das Bild Chinas in den Medien. Das Stichwort Landschaftsplanung in China evoziert bislang nur Bilder alter kaiserlicher Gartenpracht, große Freiflächen sozialistischer Prägung sowie Grün- und Zwischenflächen mit Rasenbändern, Blumenrabatten und Baumreihen. Wegweisende Ansätze in der Landschaftsplanung jenseits von Nostalgie und internationaler Beliebigkeit stellt die ifa-Galerie Stuttgart in der Ausstellung „grün der zeit“ vor.“

Gezeigt werden 6 Künstler und/oder Architekten:

Die Pekinger Architekturbüros Atelier DYJG (Dylandscape für Architektur- und Freiflächenplanung, 2000 gegründet) und Turenscape (2003 gegründet und mittlerweile einer der größten Dienstleister im Bereich von Architektur-, Landschafts- und Stadtplanung in China), die „exemplarisch für das „Grün der Zeit“ ebenso wie für die „Gründerzeit“ im Bereich der Landschaftsplanung in China. „

Das junge Architektenteam von Mima Design Workshop, das nahe des Sommerpalastes ein kleines Café baut,“ in dem die Grenzen zwischen Innen und Außen, zwischen Natur und Kultur sich aufzulösen scheinen“.

Die Planungen der Tsinghua Universität Peking für den 7 Quadratkilometer großen Waldpark, der Teil des Olympiageländes ist.

Exemplarisch für die jungen chinesischen Künstler, die sich mit den Themen Natur und Landschaft befassen sind Cindy Ng Sio Ieng und Liu Wei mit Foto- und Video-Arbeiten, „in denen sie die herausragenden Motive chinesischer Naturauffassung und Landschaftsdarstellung neu wahrnehmen, interpretieren und darstellen – das Wasser und den Berg.“

STADTanSICHTEN
grün der zeit
Landschaftsplanungen in und aus Peking

ifa-Galerie Berlin

23.01. – 22.03.2009
Dienstag – Sonntag: 14 – 20 Uhr
Sonnabend: 12 – 20 Uhr

Eintritt frei

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Die Kämpfer, aus der Serie vis-à-vie, Isotry, Tananarive, 2005

Soavina Ramaroson: Die Kämpfer, aus der Serie "vis-à-vie", Isotry, Tananarive, 2005

In der ifa-Galerie Stuttgart ist aktuell übrigens Spot on…Bamako“ zu sehen, in der auch die Arbeiten von Soavina Ramaroson zu sehen sind, ein junger madegassischer Architekt und Fotograf, den ich vor einiger Zeit hier porträtiert habe.

Spot on… Bamako 2007. Rencontres Africaines de la Photographie stellt eines der wichtigsten kulturellen Events des afrikanischen Kontinents erstmals in Deutschland vor: die „VII Rencontres Africaines  de la Photographie“, die international beachtete Fotografie-Biennale in Bamako, Mali.

Spot on…
Bamako 2007
Rencontres Africaines de la Photographie

ifa-Galerie Stuttgart

30.01. – 21.03.2009
Dienstag, Mittwoch, Freitag: 12 – 18 Uhr
Donnerstag: 12 – 20 Uhr
Samstag, Sonntag: 12 – 18 Uhr

Eintritt frei





John Davies photo-documents Rachel Whitereads HOUSE

17 01 2009

In January (13.01.09 – 31.01.09), Michael Hoppen Contemporary, London, shows photographs by John Davies, an English photographer known for his narrative shots of British landscape. „His black and white photographs show the vast, complex and majestic scenery of industrial and post industrial Britain. He establishes classical geometries within his unique vision that take on a mystical appeal. His works are coolly detached and seductive, showing moments of calm and quiet amidst the inevitable change of the modern landscape.“ (quote by MH Contemporary)

House 1 1993 © John Davies courtesy of Michael Hoppen Gallery  Silver Gelatin Print  30 x 42 inches

House 1 1993 © John Davies courtesy of Michael Hoppen Gallery Silver Gelatin Print 30 x 42 inches

In 1993, Davies made a series of 9 photographs which portray „House“, a public scultpure by Rachel Whiteread, winner of the renowned Turner Prize in 1993 and the first woman to be awarded.

Whiteread is best known for her sculptures  which are actually casts: „In the late 1980s, Rachel Whiteread began casting the ‘negative spaces’ inside and underneath domestic objects and soon moved on to architectural features and entire rooms.“ (quote by MH Contemporary)

House 8 1993 © John Davies courtesy of Michael Hoppen Contemporary  Silver Gelatin Print  30 x 42 inches

John Davies: House 8 1993 © John Davies courtesy of Michael Hoppen Contemporary Silver Gelatin Print 30 x 42 inches

House (1993), perhaps Whiteread’s best known work (according to wikipedia.com), was a concrete cast of the inside of an entire Victorian terraced house completed in autumn 1993, exhibited at the location of the original house — 193 Grove Road — in East London (all the houses in the street had earlier been knocked down by the council).

„Whiteread created the work by spraying liquid concrete into the building’s empty shell before its walls were removed. The work became a temporary monument to lost communities and a focus for public debate before it was demolished in January 1994. It stood alone as a symbol of survival, as all the other houses in Grove Road had already been knocked down to make way for redevelopment.“

„The House project was commissioned by the public works organisation Artangel. Whiteread asked Artangel to commission Davies to make some pictures for a limited edition book to record what was her largest and most ambitious work to date.“ (quote by MH Contemporary)

Davies photographs are all that remains of house, site and sculpture. His photographs document the site of the condemned building, documenting the scaffolding going up, the cement ‘ghost’ of the building, and finally, the empty space the structure occupied.

John Davies Rachel Whiteread HOUSE

13.01.09 – 31.01.09

Michael Hoppen Gallery
3 Jubilee Place,
London SW3 3TD





Aktuell: Interview mit Barbara Rapp

14 01 2009

Dies passt zwar nicht ganz zum Thema Architektur, aber zur Kunst umso mehr:

Barbara Rapp, Rotkäppchen nimmt heute die Fäden in die Hand, Collage und Acryl auf Papier, 30 x 40cm, 2008 © Barbara Rapp

Barbara Rapp, Rotkäppchen nimmt heute die Fäden in die Hand, Collage und Acryl auf Papier, 30 x 40cm, 2008 © Barbara Rapp

Gerade ist ein Interview von mir mit der österreichischen Künstlerin Barbara Rapp über ihre Ausstellung „Rotkäppchen nimmt die Fäden in die Hand“ in Berlin auf der Seite der „Freunde der Künste“ erschienen (Link).

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Barbara Rapp

Rotkäppchen nimmt die Fäden in die Hand

C O L L A G E N

(Betrachtungen.Erzählungen)

Vernissage am Donnerstag, den 5. Februar 2009 um 19 Uhr

bis 21. Februar 2009

Galerie am Gierkeplatz, Berlin-Charlottenburg





Dokumentation über die Bauwut am Golf, ZDF aspekte 9.1.09

11 01 2009

Die ZDF-Sendung „aspekte“ hat am 9.1.09 einen interessanten Bericht über die aktuellen Entwicklungen in den arabischen Ländern gebracht: In der Golfregion wachsen die Hochhäuser, Luxushotels und künstlichen Inseln in Schwindel erregendem Tempo. Aber auch in die Kultur investieren die Emire, gründen milliardenschwere Stiftungen und neue Museen. Nur – welche Kultur wird es denn sein? Dieser Frage geht „aspekte“ nach und hat sich dafür auf eine Reise in die boomenden Wüstenstaaten begeben.

Ein wichtiger Bestandteil des Beitrags war – natürlich – das Thema Architektur und Bauboom am Golf:

Sandkasten-Exzesse. Mega-Bauprojekte in Dubai

„Jeder vierte Baukran weltweit ist in Dubai im Einsatz. Der Hafen ist der größte der Welt, derzeit entsteht das höchste Gebäude der Welt in Dubai. Mit anderen Worten: Auf Wüstensand entsteht die Stadt der Superlative. Sie hat keine Zeit zu wachsen, sie explodiert – das Öl wird knapp, die neuen Märkte heißen Business, Tourismus und rücksichtslose Stadtvermarktung ohne erkennbaren Masterplan.“ Christina Haberlik

Viele der auffälligsten Bauprojekte werden vorgestellt und kommentiert, etwa die Zaha Hadids Oper von Dubai oder Jeoh Min Peis Museum of Islamic Art (MIA) in Doha/Qatar.

Dohas skyline seen from the south side of Doha Bay, with the Museum of Islamic Art in the foreground.

Doha's skyline seen from the south side of Doha Bay, with the Museum of Islamic Art in the foreground.

Interessant ist auch ein Interview mit Rem Koolhaas, der schon seit mehreren Jahren das Geschehen am Golf kritisch studiert – aber durchaus selbst dort baut:

Michael Schindhelm und Rem Koolhaas im aspekte-Interview © ZDF

Michael Schindhelm und Rem Koolhaas im aspekte-Interview © ZDF

„Seit einigen Jahren schon studiert Rem Koolhaas, Pritzker-Preisträger und kritischer Geist unter den Star-Architekten, den Bauwahn am Golf: „Ich glaube, der Begriff ‘Wahnsinn’ trifft nicht nur für Dubai zu, sondern für das gesamte ökonomische System und zwar in dem Maße, wie sich die westliche Zivilisation in den letzten 20 Jahren dem Wachstum verschrieben hat“, so Koolhaas. „Und das ist für mich der eigentliche Wahnsinn, daher kommen diese Auswüchse, die wir hier sehen – ob sie nun hier stattfinden oder in unseren eigenen Ländern. Glücklicherweise könnte die Finanzkrise dazu führen, dass sich die Bauwut automatisch verringert – und das wird der Moment sein, sich wieder auf Inhalte zu besinnen statt den Exzess weiterzutreiben.“
[...]

Sandaufschüttungen für die Waterfront in Dubai © ZDF

Sandaufschüttungen für die "Waterfront" in Dubai © ZDF

Mittendrin die kleine „Waterfront-City“ – wer sie baut und geplant hat, überrascht dann doch: Es ist Rem Koolhaas. Er ist zwar ein kritischer Kopf – aber nicht gefeit gegen die Faszination, neue architektonische Welten miterschaffen zu können. Koolhaas verteidigt das: „Es geht hier nicht darum, Allmachtsphantasien zu entwickeln. Worauf wir in diesem speziellen Fall sehr stolz sind, ist, dass wir die Möglichkeit hatten, eine Stadt zu konzipieren, die alle traditionellen Elemente einer Stadt aufweist – sie hat eine Infrastruktur. Wir sind heutzutage ständig mit Projekten konfrontiert, die am Reißbrett entstanden sind, so dass es nahezu dämlich wäre, nicht ebenso zu arbeiten. Und was wir hier tun ist, tatsächlich eine fundierte, wohlüberlegte Enklave inmitten all dieses Wildwuchses zu schaffen.“ „ Christina Haberlik

Daneben stellt die Dokumentation auch die Künstlerszene Dubais vor – rappende Emiratis, Gegenwartskünstler und eine durchsetzungsfähige Filmproduzentin -, die Luxusexzesse und ihre Auswüchse mit Prachtmalls, Luxusyachten – alles ist da: das höchste Gebäude, das größte Einkaufszentrum, der beste Vergnügungspark -, führt einige aufschlussreiche Interviews, etwa mit Michael Schindhelm und der Tochter des Emirs von Qatar, Sheikha Al Mayassa und führt sowohl die Errungenschaften als auch die Schattenseiten der Entwicklungen am Golf vor Augen.






Exhibition: Color Spaces, Emil Schwarz

10 01 2009

Noch bis Mitte Januar ist in der Ateliergalerie im Schweizer Leutwil am Hallwilersee die Ausstellung „Color Spaces“ von Emil Schwarz zu sehen, dessen Arbeiten sich mit der „Verräumlichung von Farben“ bzw. mit der Bedeutung/Wirkung von Farben in der Wahrnehmung von Raum befasst.

Alles, was ist, ist Farbe, weil alles, was ist, Frequenz ist und weil jede Frequenz eine Farbe besitzt. Sobald sich die Dinge verändern, verändert sich auch die Frequenz, was konsequenterweise bedeutet, dass sich der Raum verändert, dass alles ganz anders wird. Alles, was ist, ist das Ergebnis der Farben, denn die Farben sind die Grundbausteine der Welt. In der Ausstellung Color Spaces kommen die Räume ins Bild, die Räume, die alles enthalten[...und] die Farben [wachsen] ins Bild, in dem sich das Elementare ereignet, das am Anfang von allem ist.                       Emil Schwarz

EMIL SCHWARZ
COLOR SPACES

Vernissage 13.+14. Dezember 2008
Finissage 15. Januar 14.00–18.00 Uhr
14.30 Uhr Lesung aus neuen Texten
Öffnungszeiten: 13.–23. Dezember 08 und 03.–15. Januar 09,
jeweils 14.00–18.00 Uhr oder nach Vereinbarung.

Website





Architektur im TV: art-TV.ch. Das Kulturfernsehen im Netz

9 01 2009

ist ein nichtkommerzielles Projekt, das sich die Kulturvermittlung im Internet mit kurzen Videobeiträgen zur Aufgabe gemacht hat; der Schwerpunkt liegt dabei auf der Schweizer Kulturlandschaft. In 11 verschiedenen Kanälen – darunter Film, Fotografie, Kulturgeschichte, Musik, Literatur – werden kurze, von Profis aus Film, Kulturvermittlung und Publizistik gedrehte Videoclips über die wichtigsten Kulturevents gezeigt.
Ein Kanal widmet sich der Architektur in der Schweiz und von Schweizer Architekten.

Gegründet wurde das als Verein organisierte art-tv.ch im Mai 2004. Grundlegende Gründungsmotivation war nach eigenen Angaben die Beobachtung, dass die audio-visuellen und die elektronischen Medien nur wenig über die Schweizer Kultur berichten. Eine wichtige Rolle spiele zudem auch der Blick auf die zunehmende Bedeutung der audio-visuellen Vermittlungsformen und des Internets insbesondere bei einem jüngeren Publikum und der sich damit derzeit vollziehende „Paradigmenwechsel“ in den Informationsmedien.

Die redaktionelle Arbeit von art-tv.ch ist gratis; die Schweizer Kantone subventionieren Kulturanlässe mit Produktionsgeldern.

Neben filmischen Berichten bietet art-tv.ch auch Wettbewerbe und verleiht die Auszeichnung „Kulturperle“ in den Bereichen Film, Theater, Kunst und Literatur.

Wichtig für die Nutzung der Seite ist eine schnelle Internetverbindung sowie die aktuellste Version des QuicktimePlayers (Download-Link wird angeboten).





Nam June Paik in Karlsruhe – or how the exhibition space „makes“ the exhibition

8 01 2009

An extraordinary discovery can be made in Karlsruhe, in the foyer of EnBW (energy company of Baden-Württemberg): until Mid-January,  examples of Nam June Paik’s oeuvre, which are part of the ZKM collection,  are shown – for free. So it is an amazing opportunity to encounter some of Paik’s famous works, like „Arche Noah“ [1989] (specially restored for this occasion), the „Versailles Fountain“ [1992] and,  of course,  one of the Buddha installations [1989].  ((Official Picture Gallery))

Robespierre from the series, Evolution, Revolution, Resolution, 1989. Portfolio of 8 etchings and lithographs

Robespierre from the series, Evolution, Revolution, Resolution, 1989. Portfolio of 8 etchings and lithographs

Li Tai Po Color Barred, V-IDEA, 1984. Portfolio of 10 Etchings

Apart from these well-known works, some examples of Paik’s graphic cycles are shown: “ V-IDEA“ [1984, 10 pieces] and“Evolution, Revolution, Resolution“ [1989, 8 pieces].

For me, these lesser known works were especially illuminative, as they show deep insights in and comments on the world of media combined with some witty philosophical quotes.

A good description of the exhibition is given by Günther Baumann (in German).  For further information about Nam June Paik (1932-2006) Wikipedia might be a good start.

Nevertheless – and this is why I mention this exhibition which is not thematizing architecture in a particular way – as amazing as it might be to encounter such first rate works in an non-museum environment, as questionable is the presentation in such an environment as well.

Nam June Paik in the EnBW building Karlsruhe is a revealing example of how architectural space is defining an exhibition – or how curatorial means can/can not make use of the possibilities a certain non-museal environment offers.

Some impressions (photos by SK):

EnBW-Zentrale Karlsruhe bei Nacht

EnBW-Zentrale Karlsruhe bei Nacht

Built in 1995-97 by Rossmann & Partner, the EnBW building is a typical multistory office complex, the administrative center of the energy group, and its exteriors contribute remarkably to the urban development of the Karlsruher Oststadt (East Town).

But the exhibition is presented, as already mentioned, in the foyer of the complex, just right to the concern’s cafeteria and more or less enclosed between two entrances. Just behind Paik’s monitor installations the employees enter the staircases to reach the offices.

Thus the actual exhibition appears rather small – even though more than 30 works are shown! – and a little lost in the large foyer.  Employees and visitors hustling along, it wouldn’t make much of a difference it there was a documentation about some sponsored project on the walls (no offense!) – or top-notch and visionary art works. The whole presentation appears a little „well there’s just another blinking monitor“.

To put matters straight: I don’t say the environment is inappropriate (though it definitely complicates the show), nor do I accuse the hustling people of not understanding art (I admit – after hurrying along the Heidelberg Castle for the umpteenth time, I don’t pay much attention either.) Nor do I want to question the reasons for the cooperation between the ZKM and EnBW – actually I think it is a great opportunity to meet first rate art outside the typical museum-context.

Nevertheless, in this case, many curatorial possibilities are lost in the unmotivated way Paik’s works are presented. All curatorial discussions – whether art works should be shown „just on their own“ without any comment or not – aside:  here, (more) written comments and explanations would be a helpful tool to introduce the meaning of Paik’s projects. The environment does offer interesting possibilities to arrange the works – one has been made use of when placing the „Versailles Fountain“ next to the inside water bassin (even though the links could have been far more exhausted).

Thus the cursory glance doesn’t necessarily capture most of the values and content of Nam June Paik’s work.

The exhibition is accompanied by paperback catalogue (15€), which includes illustrations of all shown works (useful in particular to see the graphic cycles mentioned before) and 2 essays by Peter Weibel, Hans Belting and Sónia Alves. The monitor installations are listed individually and commented with a short text.

Nam June Paik
Works from the ZKM Collection

Exhibition: Oct 23rd, 2008–Jan 18th, 2009
Opening: Wed, Oct 22nd, 2008 at 6 pm in the EnBW Foyer

Opening Times: daily (except public holidays) 10 am–6 pm, admission free. Location: Durlacher Allee 93, Karlsruhe





UrbanOmnibus, a new online project about New York

8 01 2009

I just received a message announcing a new online project of the Architectural League New York which seems quite ambitious and interesting to Non-New Yorkers, too:

According to their self-description, Urban Omnibus aims to:

„Urban Omnibus is an online project of the Architectural League that explores the relationship between design and New York City’s physical environment: revealing the choices shaping the city, encouraging conversation, inspiring innovation.“

And a little more precise:

„Urban Omnibus is an online project of the Architectural League to create a new kind of conversation about design and New York City. We commission, gather and deliver the insights of journalists, architects, planners, designers, artists, activists, scholars and citizens. The Omnibus features multi-media content to showcase design innovation, critical analysis and local expertise across a broad range of topics and locales, creating bridges between various communities of interest. Urban Omnibus makes vivid the processes and possibilities shaping New York. Our goal is to increase understanding of the city we have and encourage ideas that can lead to a more inclusive, more sustainable, more beautiful city that could be.“