Email-Interview Karl-Heinz Bogner

29 09 2008

Ich freue mich sehr, euch ein neues Interview präsentieren zu können. Vor einiger Zeit habe ich Karl-Heinz Bogner vorgestellt, einem studierten Architekten, der mittlerweile als Künstler erfolgreich ist. In seinen Arbeiten thematisiert (u.a.) Raumfragen.

Arbeiten von Bogner werden übrigens im Oktober im Forum für Kunst und Architektur in Essen zu sehen sein.

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Wieso wird ein studierter Architekt Künstler?

Vor und auch während meines Architekturstudiums beschäftigte ich mich viel mit freier Kunst. Neben den Entwürfen und Semesterarbeiten setzte ich mich mit Malerei und Freier Grafik auseinander. Mein Bedürfnis, mich mit freikünstlerischen Mittel auszudrücken, wuchs im Laufe der Zeit. Nach meinem Studium war mir klar, dass es mich mehr zur freien Kunst zog als in die Architekturpraxis. Ich konzentrierte mich dann zunächst hauptsächlich auf Malerei.

Arbeiten Sie auch als Architekt?

Nein, ich arbeite nicht in der Baupraxis und habe bisher auch kein Haus gebaut.

Wie haben Sie zu Ihrer Arbeitsweise gefunden – und: Wie beeinflusst das Architekturstudium bzw. die Architektur Ihre Kunst? Bei der Arbeitsweise, bei der Themenwahl?

Meine heutige Arbeitsweise hat sich im Laufe der letzten Jahre entwickelt. Das Architekturstudium beeinflusst mich hierbei bis heute, auch weil die Auseinandersetzung mit Raum in Zeichnung und Modell ein zentraler Bestandteil des Studiums ist. Zudem hat das Studium mich für den Umgang mit Form und Raum sowie für deren Wahrnehmung sensibilisiert. In meinen Arbeiten, ob Bild oder Architekturobjekt, beziehe ich mich auf Architektur, die ich als Ausdrucksträger verstehe. Meine hierbei verwendeten Instrumente in meiner künstlerischen Arbeit sind neben Zeichnung und Modell auch die Malerei.

In meinen Objekten, die den Charakter von Architekturmodellen besitzen, setze ich mich mit verschiedenen Raumthemen, wie z.B. „Rückzugsraum“, „Schutzraum“ oder „Zwischenraum“, auseinander, Themen, die auch in der Architektur eine Rolle spielen.

Die Auseinandersetzung mit Raum und Architektur beeinflusst auch meine Malerei, in der zum Beispiel Formelemente auftauchen können, die entfernt an Gebäudeteile oder -fragmente erinnern.

Wo liegen Vorbilder für Ihre Arbeit, welche Einflüsse finden sich in Ihrer Arbeit?

Die Form- und Bilderwelt von Industriearchitekturen, Hafenanlagen, Steinbrüchen, Gebäuden im Rohbau oder auch Baustellen – also auch das nicht Fertige, das Fragmentarische – sind für mich Inspirationsquellen für meine Arbeit. In der Auseinandersetzung mit solchen Orten entsteht in mir eine Art „ inneres Archiv“, das ich in Bildern, Zeichnungen und Architekturobjekten umsetze. Aber auch eine Landschaft, ein Film oder ein Musikstück können für mich Aspekte beinhalten, die in meine Arbeiten einfließen.

Und noch eine „philosophische“ Frage: Welche Bedeutung hat Architektur / Raum  – für Sie, für uns?

Ich denke, dass Architektur und überhaupt unsere gesamte gebaute Umwelt unser Leben mehr beeinflussen und prägen, als wir uns bewusst sind, auch weil wir sehr viel Lebenszeit in gebauten Räumen verbringen.

Darüber hinaus hat Architektur und Raum für mich eine zentrale Bedeutung, weil eben darin eine Vielfalt an Themen beinhaltet ist, auf die ich mich in meinen Arbeiten beziehe. Das Erleben und Wahrnehmen von bestimmten Räumen, Architekturen und Atmosphären regt mich zu künstlerischen Prozessen an.





Zaha Hadid: Hongkong Peak

22 09 2008

Hadids Beitrag zur Dekonstruktivismus-Ausstellung

Zaha Hadids Beitrag zur New Yorker Dekonstruktivismus-Ausstellung 1988 war der Entwurf für einen luxuriösen Privatclub auf dem Hongkong Peak, dem bekanntesten Berg auf Hongkong Island. In diesem Projekt, das sie mit einem Schlag in der Architekturwelt bekannt gemacht hat, werden wesentliche Ideen und Zielsetzungen ihres Schaffens programmatisch zusammengeführt.

Der Entwurf wird begleitet von einem kurzen Erklärungstext, der hauptsächlich aus einer Beschreibung des entworfenen Baus mit seinen Funktionen besteht. Dennoch finden sich einige wenige und daher umso bedeutsamere Schlüsselbegriffe, die dem aufmerksamen Leser Hinweise auf Hadids ideelle Ausgangspunkte geben.

Entwurf des Hongkong Peak

Der Peak-Entwurf besteht aus drei sich überlagernden, gegeneinander verschobenen Balken mit unterschiedlichen Funktionen. Diese Balken wurden abstrahiert von den Hochhäusern der Stadt, die sich um den Hongkong Peak ausdehnt, wie in verschiedenen Zeichnungen deutlich wird. Die durch die Schichtungen entstandenen leeren Zwischenräume werden in das Bauprogramm integriert, so dass fünf Geschoss-Ebenen entstehen, die durch dünne Säulen zusammengehalten werden. Freitragende Vorsprünge, Rampen und Plattformen gliedern den Baukomplex wie einen „horizontalen Wolkenkratzer“. Die eigentliche Clubanlage, zu der ein Schwimmbad, eine Bibliothek, Trainingsflächen und eine Snack Bar gehören, ist im Hohlraum zwischen dem zweiten und dritten Balken vorgesehen und befindet sich zum großen Teil unter freiem Himmel. Damit wird ein Leerraum – ein Void – in den Bau integriert. Streng genommen handelt es sich dabei eigentlich um einen Nicht-Raum, das der Leerraum nicht von Wänden definiert ist, sondern sozusagen ein „Reststück“ zwischen zwei Bauteilen ist. Hadid schafft so neue Raumqualität: Sie dringt über die Grenzen eines gewöhnlichen Gebäudes hinaus und lässt die Trennung von Außen und Innen, von Gebäude und Umgebung zerfließen – im Leerraum entsteht in ihren Worten eine neue architektonische Landschaft[1].

(Bilder aus dem WWW – klicken auf die Icons führt zu den Bildquellen)

Der Peak unterscheidet sich deutlich von den klassischen Bauten, die einen geschlossenen Baukörper haben. Für die Ausstellungsmachern Johnson und Wigley ist es dies, was Hadid zur Dekonstruktivistin werden lässt: in ihren Augen wird die traditionelle, geometrische Bauharmonie „gestört“, „zerstört“. Diese Einschätzung greift jedoch zu kurz, da die komplexen Zielsetzungen, Ideen und Überlegungen, die Hadids Gestaltungsweise zugrunde liegen, nicht berücksichtigt werden. Die konkrete formale Lösung ist die Architektin ebenso wenig vorrangig, wie für alle anderen an der Ausstellung beteiligten Architekten.

Planetary Architecture

Der Entwurf für den Peak-Club erinnert an einen unbekannten Flugkörper, der über dem Berghang schwebt, am Gestein entlanggleitet und zugleich aus diesem herausströmt – ein verblüffender Effekt, da Architektur traditionsgemäß statisch und in sich geschlossen wirkt. Diese Assoziationen werden von Hadid bewusst geweckt; in ihrem Begleittext verwendet sie mehrere Begriffe aus dem Bereich des Fliegens und der gleitenden Bewegung (float, hover, satellite, spaceship).

Es entsteht, was Hadid als Planetary Architecture[2] bezeichnet: Bauten, die wie ein fremdes Objekt in einen bestehenden Kontext ein[ge]fügt[3] werden und diesem so neue Qualität verleihen (sollen). Der planetarische Eindruck eines schwebenden Gebäudes auf dem Hongkong Peak wird erreicht durch die Fragmentierung des Bauvolumens in unverbundene freitragende Balken, die nur von feinen Säulen zusammengehalten werden und jeden Augenblick auseinanderzudriften scheinen. Das Gebäude wirkt wie die Momentaufnahme einer Bewegung.

Dies kommentieren die New Yorker übrigens ebenfalls nicht und verpassen damit die Chance, einen tieferen Einblick in ihr Schaffen und die Intention ihres Entwerfens zu gewinnen.

Zeichnungen

In den Entwürfen erzählt Hadid die Entwicklung ihres ungewöhnlichen Baus, wie er sich aus dahingleitenden Balken und Formen leicht wie ein Flugobjekt zusammenfügt. Die Architektin betont, dass die Zeichnungen und Gemälde einen wesentlichen Bestandteil ihres Entwurfsprozesses ausmachen. Im Zeichnen formen sich ihre Bauideen aus. Die ungewöhnlichen Detailansichten und Aufsichten, die unkonventionellen Schnitte und Gesamtansichten sind keine schlichten Baupläne, sondern Kunstwerke, die die Geschichten der Bauten erzählen.

Modern / Suprematist Geology

Der dynamische Charakter des Baus wird darüber hinaus wesentlich bestimmt durch einen gewagten Konstruktionsvorschlag Hadids: Der Entwurf sieht vor, das Gestein bis zum Grund auszuhöhlen, den freigelegten Granit zu polieren und in die Gesamtanlage zu integrieren. Der Bau wird in die Natur hineingesetzt, während der Berg gleichzeitig Teil der Clubanlage wird. Die Grenzen zwischen Natur und dem vom Menschen Gemachten verschwimmen.

Hadid gelingt das Meisterstück, zwar ganz massiv in die vorgefundene Umgebung einzugreifen und ein eigenständiges neues Gebilde zu schaffen, zugleich jedoch den Ort zu respektieren, ihn in seinem Charakter zu belassen und ihm zusätzlich neue Qualität zu verleihen – dies steht freilich unter dem Vorbehalt, dass der Entwurf für den Peak-Club nie realisiert wurde.

Die gegenseitige Verwiesenheit von Gebäude und Gelände als einen grundlegenden Gedanken ihres Schaffens verdeutlicht Hadid im Peak-Begleittext, in dem sie zweimal den Begriff Geologie[4] in einer ungewöhnlichen Verbindung mit den Attributen suprematistisch und modern nennt: Ihre nach einer suprematistischen Geologie gestaltete Architektur will traditionelle Prinzipien vernichten und neue etablieren. Nach Hadid müssen die Ansätze und Projekte der modernen Architekten, die unterbrochen wurden und nicht zur Ausführung gekommen sind, wiederaufgenommen werden – und dies ganz ausdrücklich nicht im Sinne einer Wiederbelebung, sondern als Weiterentwicklung. Beispielhaft ist im Peak-Entwurf die besondere Verbindung von Gebäude und Boden – etwas, das etwa bei den Piloti-Bauten Le Corbusiers, die den Zwischenraum zwischen Stützen und Bau vernachlässigen, zum Kritikpunkt geworden ist.

Hadid setzt ihr Schaffen in Bezug zur Klassischen Moderne. Es sei jedoch erneut betont, dass Hadid keine stilistische Wiederaufnahme oder gar Wiederbelebung dieser frühen modernen Kunstströmung propagiert. Vielmehr ist die Beschäftigung mit Malewitsch und seinem Schaffen ein Einstieg, ein Denkansatz, von dem ausgehend die Architektin schnell ein eigenständiges Gestaltungsrepertoire entwickelt; die Art und Weise wie Hadid mit diesem Formenvorbild umgeht, ist es, die als „dekonstruktivistisch“ bezeichnet werden kann (das ist noch extra nachzuweisen).

Wie die anderen Architekten beschränkt auch sie sich an keiner Stelle ausschließlich auf den russischen Konstruktivismus; diese Bezugnahme berücksichtigen die New Yorker Ausstellungsmacher nicht. Auch geht es nicht um die Nachahmung von Vorbildern; dies wäre nicht viel mehr als oberflächliches Tortenverziere[n][5], eine deutliche Abgrenzung von der in den 1970er und 1980er Jahren dominierenden Postmoderne.

Ein weiteres Beispiel, wie die Architektin moderne Ideen aufnimmt und weiterentwickelt, ist ihr Diplomprojekt Malewitschs Tektonik, in dem sie sich mit dem räumlichen Schaffen Malewitschs auseinandergesetzt; die Arbeit wird im Anschluss analysiert.


[1] Hadid, The Peak, 1983, S. 84.

[2] Hadid fasst ihre frühen Arbeiten unter dem Titel „Planetary Architecture“ zusammen. So heißt auch ihre erste retrospektive Ausstellung in der Architectural Association London, 1983 (Hadid, Planetary Architecture, 1983).

[3] Hadid/Noever, Heute gibt es keinen Platz, 1991, S. 26.

[4] Folgende Zitate alle: Hadid, The Peak, 1983, S. 84,

[5] Hadid, Eighty-Nine Degrees, 1983, o. S. 2.





C42, Citroen Showroom Paris

20 09 2008

I just „rediscovered“ photos I’ve taken in Paris, in May this year, that I don’t want to keep away from you. So, not so much text today, but photos :-)

The new showroom of Citroen on 42, Champs Élysées, Paris. It’s a really creative solution for a new builing within the old and time-honoured row of houses on the famous Parisian boulevard. Please consider how small the actual building is.

So, whether you like the rather informal treatment of the historic facades or not, whether you cherish the maybe a little too blunt symbolic language (Citroen triangle logos embedded in the glass facade) – the building is indeed an eyecatcher and worth a peek (or two).

By the way, the cars are presented on a rotating „tree“ of platforms in the middle. And the view out of the glass facade from the top might not be advisable for those of you who are a little uneasy with heights – no „ground“, as the glass facade is all over.

(Photos by SK)

Architect: Manuelle Gautrand

Start of demolition work: March 2004

Opening: September 2007

Official Website with all details of the architecture project, an (Engl. subtitled) interview with Manuelle Gautrand, more about history and theory of the building, videos, photos.





Zaha Hadid

17 09 2008

In den nächsten Tagen und Wochen werde ich die jüngste und zudem einzige weibliche Teilnehmerin der Dekonstruktivismus-Ausstellung in New York präsentieren und einige meiner Forschungsergebnisse vorstellen – Zaha Hadid.

For those of you who don’t speak German: I will present Zaha Hadid, the youngest and only female participant of the Deconstrcutivism Exhibition in New York within the next days and weeks. As my results are written in German, I’ll stick to the language and try to work on the translations (somewhen) later. Should you like to know something, please don’t hesitate and let me know!

Biografisches

Zaha Hadid, gebürtige Irakerin und Pritzker-Preisträgerin von 2004, ist bekannt für ihre spektakulären Bauwerke. 1988, zum Zeitpunkt der Dekonstruktivismus-Ausstellung, hatte sie jedoch noch keinen Entwurf realisiert und galt als zwar geniale, aber nicht-baubare Theorie-Künstlerin.

Bereits während des Studiums an der Architectural Association London, wo sie unter anderem bei Rem Koolhaas studiert, fällt Hadids besondere Begabung auf. Schon 1983, nur sechs Jahre nach dem Diplom, wird sie mit einem Schlag in der internationalen Architekturszene bekannt: Mit einem spektakulären Entwurf gewinnt die Architektin den Wettbewerb für einen Privatclub auf dem Hongkong Peak – die höchste Erhebung von Hongkong Island. Das Projekt wird aber nie realisiert.

(Foto Scan SK)

Es dauert noch rund zehn Jahre, ehe sie auch als praktische Architektin tätig wird: 1993 wird das erste Gebäude fertiggestellt, das Hadid ganz nach ihren Vorstellungen gestaltet, das Vitra-Feuerwehrhaus in Weil am Rhein, mittlerweile eines der großen zeitgenössischen Architekturmonumente Deutschlands. Seither errichtet Zaha Hadid weltweit aufsehenerregende Bauten. Was als nicht baubar galt, ist zum Vorbild geworden.

(Foto folgt)

Dekonstruktivismus-Ausstellung

In der New Yorker Ausstellung 1988 ist die Architektin mit dem Hongkonger Wettbewerbsbeitrag The Peak vertreten, der auch den Höhepunkt ihrer frühen Raumexperimente markiert: Die wesentlichen Ideen und Zielsetzungen ihres Schaffens sind in diesem Entwurf programmatisch zusammengeführt und werden in späteren Entwürfen weiterentwickelt, denn alle Projekte, so betont die Architektin, bauen ideell aufeinander auf.[1]

Hadids Architekturverständnis

Anders als ihre „dekonstruktivistischen“ Kollegen von der Architectural Association London, Rem Koolhaas und Bernard Tschumi, entwickelt Hadid ihr Architekturverständnis jedoch nicht über die schriftliche Auseinandersetzung mit architektonischen Fragen, sondern in erster Linie über das grafische Experiment. Ihr Schaffen ist in diesem Sinne „architekturpraktischer“, weil grundlegend von Fragen des Raum ausgehend. Da es nur wenig Texterläuterungen von der Architektin gibt, erfordert eine Annäherung an ihr Werk daher eine Vorgehensweise, die sich hauptsächlich auf die Interpretation ihrer Entwürfe und Zeichnungen stützt, dies gilt insbesondere auch für den abschließenden Ausblick auf Hadids Weiterentwicklung nach 1988: Mit zunehmendem Erfolg wird ihr ohnehin schmales schriftliches Werk noch kleiner. Aufschlussreich sind darüber hinaus auch Projekt-Erklärungstexte, kurze Programmschriften und insbesondere Interviews.

Trotz ihres mittlerweile großen internationalen Renommees ist überraschenderweise weder Hadids Architekturverständnis eingehend aufgearbeitet, noch finden sich umfassendere Arbeiten zur abstrakten Qualität ihres Entwerfens (in der deutschen Literatur sowie der in Deutschland erhältlichen fremdsprachigen Literatur). Es gibt jedoch zahlreiche Publikationen mit allgemeinen Überblicken über ihr bisheriges Schaffen sowie Baumonografien und zahlreiche Artikel; am umfangreichsten ist die kürzlich erschienene vierbändige Monografie zu Zaha Hadid, hrsg. von Gordana Fontana-Giusti, Patrick Schumacher u.a., in der versucht wird, die große Vielfalt ihres Werks „in Bildern, Texten, Zeichnungen und Fotografien“ einzufangen, so Greg Lynn im Vorwort (S. 4).

Hadids Website

Hadids Blog


[1] Hadid, Planetary Architecture, 1983, o. S. 7.





Palast der Republik

14 09 2008

Not really a very innovative insider, but still exciting to follow:

the development of the construction works on Palast der Republik – so far the tear down continues.  I’ve seen its status in December/January 2008 (photos 1-9) and again in September 2008 (photos 10-17):

Photos SK

The Palast der Republik (Palace of the Republic) ((constructed 1973-1976)) is situated very centrally, close to the famous Museumsinsel (Museums’ island), next to Alexanderplatz and Unter den Linden. It has been constructed on the site of the former Stadtschloss (City Palace) which has been demolished by the Eastern German government in 1950 as a symbol of Prussian authority.

From 1976 to 1990 it housed the East German parliament, the Volkskammer.

Its striking, but not really beautiful architecture with bronze mirrored windows made it a peculiar „sight“ – in vernacular, it has been nicknamed as „Erichs Lampenladen“ (Erich’s Lamp Shop) and „Ballast der Republik“ (Ballast of the Republic) – a play with the words „Palast“ and „Ballast“, which speaks for itself.

In November 2003, the German parliament consented to demolish the Palast der Republik. The demolition started on February 6, 2006. More about the difficulties (e.g. the buildings are build on artificial sand islands which needs to be kept in balance by additional weight while the edifice is torn down step by step. And not to mention the asbestos contamination which has been discovered just prior to the reunification of the 2 Germanies. in 1990, the Palast was closed to the public.)

The end of the demolition is scheduled to early 2009.

It has not yet been definitely decided what is to happen with the new area, yet there are heated discussions about a reconstruction of the former Stadtschloss.





DaDa Falafel Berlin

13 09 2008

Another hint for Berlin travellers: the DaDa Falafel in Oranienburgerstraße.

No, I don’t want to extend my objectives to culinary advice :) But this Oriental Take Away – weird as it sounds – is both a snack bar AND a gallery!  On the left-hand side you can get the food, on the right-hand side you can eat it in an „artful“, yet stylishly run-down environment.

The not-so-much-anymore insider’s tip is very popular, and the gallery thing is really worth a peek. But see yourselves in the gallery below.

By the way, the Falafel Sandwich indeed is delicious!

Photos by SK





Cicero-Galerie für politische Fotografie

12 09 2008

Nach ebenso spannenden wie anstrengenden Tagen in Berlin bin ich wieder zurück am Schreibtisch. Unsere Ausstellung ist wirklich schön geworden – die Mühe hat sich gelohnt und ich kann einen Besuch im Tacheles wirklich empfehlen :). Zeit für Sightseeing blieb mir allerdings leider nicht wirklich. Dennoch habe ich eine Empfehlung für den „to do“-Plan in Berlin: die Cicero-Galerie für politische Fotografie in Mitte, die vom gleichnamigen Polit-Monatsmagazin eröffnet worden ist und die schon länger auf meinem Besuchswunschzettel steht. Nicht zuletzt wegen der räumlichen Nähe zum Tacheles habe ich es endlich auch geschafft, dort vorbeizuschauen (gleich vorneweg: obwohl ebenfalls nicht weit, konnte ich nicht zur Aedes Galerie gehen – die aktuelle Ausstellung dort wurde am Abend vor meiner Abfahrt eröffnet).

Seit Herbst 2006 widmet sich die Cicero-Galerie – wie der Name schon sagt – der Fotografie mit politischem Fokus. Etwa alle 2 Monate werden auf 350 m2 Ausstellungen ausgewählter Fotografen gezeigt. Die erste Schau präsentierte den britisch-israelische Fotografen Yishay Garbasz (1970), dessen Arbeiten zur israelischen Mauer „auf unprätentiöse Weise und detailgenau den Bau und Verlauf des israelisch-palästinensischen Sperrzaunes“ dokumentieren – und in Berlin auf eine ganz besondere Situation treffen. Eindrücklich wird, wie Architektur / Gebautes das Leben in jeder Hinsicht prägen kann.

Das Jahresprogramm der Galerie für 2008 widmet sich dem Thema „Heimat“. Eröffnet wurde die Reihe mit Julio Bittencourts „In a Window of Prestes Maia 911 Building“ und Joakim Eskildsens „The Roma Journeys“.

Fotos von SK

Aktuell werden Arbeiten von Daniele Dainelli gezeigt – sein „Chelsea Hotel“ ist zwar nicht so stark politisch wie andere Positionen der Reihe, aber dennoch sehr passend zur Themenreihe „Heimat“: Seine Aufnahmen aus dem bekannten Hotel Chelsea nahe des Broadways in Manhattan, das synonym mit Namen wie Bob Dylan, Patty Smith, Allen Ginsberg, Arthur Millerund den „Ramones“ ist, porträtieren die Bewohner des Hauses - nicht als Gäste, sondern als Tel einer familiären Gemeinschaft. Die besondere Atmosphäre des Gebäudes, der Bewohner und ihrer Umgebung kommt in eindrucksvollen Fotos zum Ausdruck.

In diesem Jahr folgen noch zwei weitere Ausstellungen zum Thema „Heimat“: Nina Bermans erschütternde Doku „Purple Hearts“ (3.10.08-15.12.08), s. Abb. – der Purple Heart-Orden ist die einzige Auszeichnung für verwundete US-Soldate – und Jan Banning mit „Bureaucratics“ (22.11.08-24.1.09).Die Ausstellungen werden von Podiumsdiskussionen und Lesungen begleitet.

Der Eintritt in die Cicero-Galerie ist übrigens frei.

Location:
Rosenthaler Straße 38 (Hinterhaus, 1. OG),
10178 Berlin Mitte






Karl-Heinz Bogner: Räume

12 09 2008

Ein Ausstellungshinweis für eine Ausstellung eines Künstlers, über den ich berichtet habe:

Karl-Heinz Bogner

Räume

Objekte, Zeichnungen, Malerei

5.10.-26.10.2008

Forum Kunst und Architektur, Essen

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Laut Selbstdarstellung wurde das „Forum Kunst und Architektur“ vom Bund Deutscher Architekten (BDA)- Kreisgruppe Essen, vom Ruhrländischen Künstlerbund (RKB) und vom Werkkreis bildender Künstler (WBK) gegründet, um gemeinsame Projekte und Veranstaltungen zu realisieren, die den Dialog zwischen Künstlern, Architekten und der Bürgerschaft fördern.

Zweck und Ziel des Vereins ist die Präsentation und Diskussion um Kunst und Architektur mit besonderem Bezug auf den Standort Essen; alle 4 bis 5 Wochen werden neue Ausstellungen gezeigt, die ergänzt werden von Vorträgen und Künstlergesprächen.