In den letzten Wochen sind einige „Architekturkatastrophen“ passiert, die ich nicht unkommentiert lassen möchte (und nein, ich meine nicht den neuen Heathrow-Terminal in London):
Am 20. Mai 2008 ist ein Großbrand in der Berliner Philharmonie von Hans Scharoun (fertiggestellt 1963) ausgebrochen, der aber ein paar Stunden später unter Kontrolle gebracht wurde. Auslöser waren Schweißarbeiten auf dem Dach. Zerstört wurden weite Teile des Dachs. Die Innenräume sind nicht betroffen, ab dem 1. Juni ist die Philharmonie wieder geöffnet und wird ab 2. Juni bespielt.
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Noch einen Brand gab es an der TU Delft, ausgerechnet in der Fakultät für Architektur und Bauingenieurswesen, der allerdings weniger glimpflich verlaufen ist. Offenbar gab es durch eine lecke Wasserleitung in der Decke einen Kurzschluss in der Kaffeemaschine. Der Bau ist komplett ausgebrannt und wurde mittlerweile abgerissen. Zwar hat der moderne Hochhausturm aus den 1960er Jahren alle Sicherheitsvorschriften erfüllt, allerdings hätte ein Brand über den zentralen Betonkern im Innern gelöscht werden müssen – und eben hier brach das Feuer aus und war somit für die Feuerwehr nicht zugänglich.
Neben dem Gebäude selbst und allem, was zu einer Fakultät gehört, sind auch einige wertvolle Modelle, u.a. von Le Corbusier, Frank, Lloyd Wright und Adolf Loos verbrannt, die zufällig in Delft waren – eine knappe Woche später sollte eine Architektur-Ausstellung eröffnet werden.
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Außerdem:
Manhattan ist derzeit ein hochbegehrtes Baugelände und erlebt einen Bauboom – nur mit der Sicherheit scheint es zu hapern. Schon der zweite Kran ist innerhalb weniger Wochen in ein 23stöckiges Wohnhaus gekracht. Die Folgen stellt man sich lieber nicht vor…
Zum Unglück vom 30.5.08 hier.
Vom 16.3.08 hier.




