islands+ghettos: Dubai, Boomtown im Wüstensand

24 05 2008

Dubai ist die neue Boomtown des 21. Jahrhunderts. Las Vegas hoch 10 in der arabischen Wüste. Und es wird zum Traumreiseziel von morgen – wer das Stichwort „Dubai“ googlet, erhält Seitenweise Reisetipps, Hotelangebote, Flugangebote. Dubai lockt seine Gäste mit Luxus: Luxushotels, Luxuseinkaufszentren, Vergnügungsparks, ein Yachtclub mit kilometerlangem Strand, je extravaganter und glamouröser, desto besser.

Allein in den vergangenen acht Jahren entstanden in Dubai so viel spektakuläre Bauprojekte wie in keinem anderen Ort der Welt. Mehr als 200 Wolkenkratzer befinden sich im Bau, alle über 100m hoch, eine Handvoll soll gar die 300m-und-mehr-Marke anstrebe. Das Burj Al Arab – gebaut in der Form eines Segels -, 1999 eröffnet und mittlerweile schon zum Inbegriff für Superluxus der Spitzenklasse geworden, ist mit 321m das größte freistehende Hotel auf der Welt und wird zum neuen Wahrzeichen Dubais.

Von sich Reden gemacht hat Dubai vor allem durch die künstlichen Inseln, die im Hafen aufgeschüttet werden – in Palmen-Form, in Welt-Form, jetzt auch in Orca-Form.

Fotostrecke

Aber damit nicht genug, eine technische „Unmöglichkeit“ jagt die nächste – künstliche Inseln werden aufgeschüttet und ein Unterwasserhotel ist geplant, das 20m tief sein soll – das erste und größte Projekt, dieser Art.

Dubai, die künstliche Märcheninsel in der Wüste ist für Architekten eine ideale Spielwiese. Alles scheint machbar.

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Auf dem Weg zur Boomtown: Dubai und das Öl

Tatsächlich steht Dubai noch nicht lange auf der Liste der luxuriösen Top-Reisezeile. Dahinter steht eine zukunftsweisende Entscheidung von Scheich Rashid Al Maktoum in den 1970er Jahren: Als 1966 im Golf vor Dubai Öl entdeckt wurde, war jedoch ebenso schnell klar, dass die Ölfelder des nur knapp 4.000km2 großen Emirats nur für gute fünf Jahrzehnte sprudeln würden. Mittlerweile rechnen Experten damit, dass es zwischen 2015 und 2030 versiegen wird. Mit dem rasch gekommenen Reichtum des Ministaats Dubai wäre es daher ebenso schnell zuende. Es musste eine neue und zukunftsträchtigere Einkommensquelle gefunden werden – neben dem Business sollte es vor allem der Tourismus sein.

Übrigens hat sich Dubai, damals noch unter britischem Protektorat, schon seit dem 19. Jahrhundert aufgrund seiner günstigen geografischen Lage und der Nähe zu Indien zu einem wichtigen Handelszentrum entwickelt. Das Märchen, dass sich die Stadt vom Beduinendorf zur Stadt der Zukunft gewandelt hat, stimmt also nicht ganz.

Mit dem Öl jedoch begann ein rasanter Aufschwung, der in den letzten zehn Jahren enorm an Tempo zulegte. Eine sehr liberale Wirtschaftspolitik, wenig Vorschriften und keine direkten Steuern verbunden mit einer neuen Infrastruktur, billiger Energie und lockeren Umweltschutzauflagen locken nach wie vor zahlreiche Investoren ins Land. Ihnen ist denn auch großenteils der Bauboom geschuldet, die meisten Neubauten sind private Projekten, die auf große Gewinne hoffen. Alle werden jedoch vom Scheich geprüft und bewilligt. Sie dienen dazu, Leute anzulocken und Reichtum zu demonstrieren.

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Luxustraum in der Wüste: Was fehlt, ist Kultur

Was im Businessbereich gelungen ist, soll auch in der Tourismusbranche erreicht werde. Was jedoch soll ein junger und kleiner Staat wie Dubai den Touristen bieten?

Die Geschichte ist kurz – die ersten schriftlichen Erwähnungen Dubais stammen aus dem 19. Jahrhundert, erst sei 1971 ist es Mitglied der Vereinigten Arabischen Emirate. Es gibt keine antiken Ausgrabungsstätten, keine besonderen Naturschauspiele, es gibt nur Wüste und Sand.

Der Scheich setzt auf Luxus: Inszeniert wird der Traum von 1001 Nacht des 21. Jahrhunderts, Geld spielt keine Rolle, Luxus gibt es im Überfluss – Dubai, die künstlichen Traumstadt der Zukunft, die aus der Wüste wächst.

Was fehlt, ist Kultur.

Im modernen Dubai zeugt daher nicht mehr viel von der historischen Entwicklung. Ein paar Dhaus, die typischen Fischerboote, deren Segel auch das Burj AL Arab nachempfunden ist, ankern piktoresk vor einer Glas-Skyline der neuen Hochhäuser – ein beliebtes Fotomotiv –, das Heritage und das Diving Village vermitteln seit 1997 etwas von der Tradition der Region – auch bei Einheimischen angeblich sehr beliebt. Überraschend, das Interesse an der Geschichte? Nicht wirklich…

Auch für das Problem „Kultur“ wird also Abhilfe geschaffen, um die Touristen und ausländischen Investoren zu halten: Soll im benachbarten Abu Dhabi bis Ende 2012 auf einer künstlichen Insel ein Ableger des Louvre von Jean Nouvel entstehen – ein sehr umstrittenes Projekt , so soll in Dubai der neue Kulturdirektor Michael Schindhelm, ehemals Direktor der Opernstiftung Berlin und dort gescheitert, eine Kunsthalle und ein Opernzentrum aufbauen und „europäische Spitzenkultur“ nach Arabien holen“. Geld spielt keine Rolle.

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Ganz unten in Dubai

Aber auch die glänzenden Fassaden Dubais haben eine Schattenseite: Hinter dem Bauboom steht ein Heer von ausländischen Gastarbeitern, das den größten Teil Leistungen erbringt. Von den rund 1,2 Mio. Einwohnern von Dubai City sind 85% Ausländer Tendenz steigend. Die wenigen Einheimischen bilden die (super)reiche Oberschicht, während die „Expatriates“ sowohl die hochqualifizierten westlichen Arbeitsmigranten aus Europa und Nordamerika als auch und vor allem die Billiglöhner aus Pakistan, Indien und Afrika. Sie alle haben keine Chance auf Einbürgerung, Emirati ist und bleibt man von Geburt an.

Wer keine Arbeit mehr hat, hat das Land innerhalb von 30 Tagen zu verlassen.

Dies ist vor allem für die weniger qualifizierten Arbeiter oft fatal: Sie leben in Massenunterkünfte/Baracken mit miserablen sanitären Anlagen, malochen für Hungerlöhne auf den Großbaustellen unter oft lebensgefährlichen Bedingungen – es gibt kaum Sicherheitsbestimmungen – und haben nur wenig Rechte (die den meisten zudem kaum bekannt sind, da auf Arabisch verfasst). Diese katastrophalen humanitären Bedingungen wurden erst vor kurzem auf internationale Kritik hin etwas verbessert.

mehr hier und hier.

Übrigens soll durch die archaisch anmutende Bauweise, die mit den mit Hungerlöhnen abgespeisten ausländischen Arbeitern „kultiviert“ wird, auch die Qualität der Bauten leiden – nicht ganz abwegig, sind doch die Hightech-Skyscraper heute wohl nur noch mit Hilfe von Hochleistungsgerät zu errichten.

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Ein künstlicher Traum von 1001 Nacht. Dubai und Umwelt

Auch Umweltfragen und vernünftiger Umgang mit Energieressourcen waren lange kein Thema. Kaum vorstellbar etwa, was die Bauarbeiten für die künstlichen Inseln und das Unterwasserhotel dem empfindlichen Meeresklima antun.

Im Streben nach dem Superluxus wird die Ressource vergessen, die nicht künstlich hergestellt werden kann: die Natur. Erste Folgen lassen sich etwa bei den „Palms“ beobachten: Die Anlagen haben Probleme mit der Wasserzirkulation. Das Meerwasser steht tagelang in den Kanälen und dies bei Durchschnittstemperaturen von über 40°C – das stinkt im wahrsten Sinne des Wortes zum Himmel.

Seit 2008 gibt es allerdings auch in Dubai Umweltauflagen für die Baufirmen, die eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung umsetzen will. Es scheint kein Problem zu geben, auf das nicht schnell eine Lösung aus dem Ärmel gezaubert wird.

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Zukunftsmodell Dubai?

Das Modell Dubai hat Erfolg; es wird von dubaiitischen Baufirmen v.a. im arabischen Raum exportiert.

Ähnlich Entwicklungen lassen sich aber auch in anderen Regionen der Welt beobachten, etwa in Asien – Stichwort: China. Repräsentative HighTech-Architektur soll den Wirtschaftsaufschwung begleiten und vielleicht auch erst so richtig in Schwung bringen.





Moral in der Architektur? (CCTV-Tower Peking)

19 05 2008

Ein weiterer Artikel zur Frage nach der Moral in der Architektur erschien am ersten Mai-Wochenende in der Süddeutschen: hier.

„Die Moral am Bau: das scheint ein bewegliches, auf interessante Weise schillerndes Gut zu sein.“

Im Mittelpunkt des Artikels steht die Besprechung des Pakinger CCTV-Towers – CCTV steht übrigens für „China Central Television“, nicht für Closed Circuit… – von Koolhaas’ OMA.

Der Bau ist eine architektonische Meisterleistung: wie eine in sich verdrehte Endlos-Röhre erhebt er sich, getragen von einem den Baukörper umhüllenden Netz. Der CCTV-Tower ist ein „komplex organisiertes Gebilde, das die Geschichte der hohen Häuser um ein intelligentes Kapitel bereichert.“ Das Hochhaus ist unhierarchisch gegliedert – das Loop als Symbol für eine offene Gesellschaft?? Lässt sich eines der derzeit teuersten Projekte wirklich so einfach verkaufen??

Denn der CCTV-Tower ist aber auch das Hauptquartier des chinesischen Staatsfernsehens, „ein Medium also, das wie kein anderes dazu bestimmt ist, Macht auszuüben: die Macht der Fernsehbilder.“ Hier wird produziert, was ein Sechstel der Weltbevölkerung an medialen Informationen erhält und somit beeinflusst, wie es sich über was eine Meinung bildet.

Ergänzt wird der Artikel durch ein Interview mit dem Bauleiter des CCTV-Towers, dem gebürtigen Karlsruher Ole Scheeren; das Interview ist allerdings nicht im Internet verfügbar. Über die Haltung OMAs oder zumindest Scheerens zur Frage nach der Moral in der Architektur wird hier allerdings nichts ausgesagt (und dies liegt nicht an den Fragestellungen des Interviewers).

Ein weiterer Artikel zum CCTV-Tower sowie anderen Bauprojekten in Peking und v. a. zu den Umständen des Baus, findet sich in der FAZ, hier (auch mit einigen Fotos von der Baustelle).

Ein ausführlicher Essay zum Thema (mit Reflexionen zu Koolhaas’ Bigness-Theorie) von Knut Birkholz außerdem hier.





Happy Birthday, Walter Gropius: 125. Geburtstag des Bauhaus-Gründers

18 05 2008

Am 18. Mai 1833 wurde Walter Gropius in Berlin geboren – also heute vor 125 Jahren.

Das Bauhaus Dessau widmet ihm aus diesem Anlass eine Vortragsreihe.

Der Spiegel online hat in seiner neuen Rubrik „einestages“ einen Artikel über Gropius und seine Arbeit als Gründer und Direktor des Bauhauses sowie als Architekt veröffentlicht: link hier.





islands+ghettos: Caracas + Caracas Urban Think Tank

17 05 2008

Caracas, die Hauptstadt von Venezuela, ist eine der globalen Megacities mit mehr als 5 Mio. Einwohnern, die in den letzten Jahren über einen relativ kurzen Zeitraum hinweg gewachsen sind. Typisch für Caracas wie für zahlreiche andere südamerikanische Städte ist die extreme Zersplitterung in Stadtviertel, in denen Arm und Reich tatsächlich „Wand an Wand“ leben.

Sao Paulo, Foto Tuca Vieira – ist tatsächlich KEINE Collage…

Caracas lieg in einem länglichen Tal. Dadurch entsteht die ungewöhnliche Situation, dass das moderne Zentrum und die wohlhabenden Viertel drumherum „unten“ liegen, während „oben“ an den Berghängen Barackenviertel wuchern, die Barrios.

(Google Earth)

Caracas ist eine Ölstadt und eines der Wirtschaftszentren Südamerikas. Erdöl macht etwa die Hälfte der Staatserlöse aus. Die Folgen dieser wirtschaflichen Entwicklung lasen sich im Stadtbild ablesen. Durch die Konzentration der Wirtschaft auf diese Stadt kommen immer mehr Landbewohner in die Stadt – da sie in der Regel nicht in der Lage sind, die offiziellen Wohnungspreise zu zahlen, siedeln sie sich in den Barrios an.

Diese Barrios – wörtliche Bedeutung ist eigentlich nur „Stadtviertel“ wachsen illegal, ungeplant, von öffentlicher städtischer Seite ungewollt. Jeder baut, wie er will, und mit dem Material, das er findet.Bezeichnend ist, dass die Barrios nicht in öffiziellen Stadtplänen verzeichnet sind.

Es gab und gibt keine urbanistischen Planungskonzept. In den Barrios gibt es oft keine Wasser- und Stromversorgung, nur unzureichende Infrastruktur, schlechte Straßen, keine Müllabfuhr, aber auch keine Schulen, Krankenhäuser, Polizei, Feuerwehr. Die Kriminalität nimmt zu – noch vor dreißig Jahren war Caracas quasi frei von Gewalt, heute steht es an dritter Stelle in der Kriminalitätsstatistik Südamerikas (nach Medellín und São Paulo) .

Die Mittel- und Oberschichten ziehen sich in ihre Viertel zurück, engagieren private Wachdienste, verbarrikadieren sich. Öffentliches Leben gibt es meist nur noch in den jeweiligen Siedlungen. Oft sind ganze Straßenzüge abgeriegelt und bewacht. Caracas zersplittert zunehmend in Stadtteile. Das ehemals öffentliche städtische Leben weicht in der Megastadt einem zunehmend privat organisierten. Eine Situation, die sich derzeit durch die politische Lage noch verschlimmert: Die Stadtviertel zerfallen zunehmend in die Chavez-treuen Barrios und die Chavez-feindlichen wohlhabenderen Viertel.

Mehr dazu hier und vor allem hier, außerdem ein sehr persönlicher Erfahrungsbericht.

Dennoch ist auch in Caracas die Situation nicht so eindeutig, wie es zunächst scheint. So paradox es klingen mag, sind die Barrios doch auch mehr als nur Slums. Sie sind Stadtviertel mit einer je eigenen Lebensweise, mit Musik, Kultur, sozialem Zusammenleben.

Damit befasst sich auch der Caracas Urban Think Tank (von hier stammen auch die Fotos).

Caracas ist übrigens auch Thema eines ambitionierten Ausstellungsprojekts des Heidelberger Kunstvereins „Islands + Ghettos„, über das ich für art info berichte.





Islands + Ghettos, Kunstverein Heidelberg

15 05 2008

Ein ambitioniertes Ausstellungsprojekt, über das ich in der nächsten art info berichte, zeigt zur Zeit der Heidelberger Kunstverein:

Das Projekt thematisiert aktuelle Phänomene in der Stadtentwicklung weltweit. Dabei dreht es sich um die Tendenzen zur Ghettoisierung und Inselbildung in den Megacities, die in den letzten Jahrzehnten entstanden sind. Schwerpunkte der Ausstellung bilden Dubai und Caracas, zwei Städte, in denen sich die genannten Entwicklungen in einer Extremform beobachten lassen (auf beide Städte werde ich noch einmal in eigenen Beiträgen eingehen).

Im Rahmen des Projektes haben sich verschiedene Künstler – nationale wie internationale, bekannte wie noch wenig bekannte – mit Dubai und Caracas sowie mit anderen urbanen Agglomerationen, wo ähnliche Phänomene zu beobachten sind, beschäftigt. Die Ergebnisse ihrer Arbeit werden ab Juni 2008 im Heidelberger Kunstverein zu sehen sein.

Das Ausstellungsprojekt in in 5 Phasen angelegt:

click click | PROJEKTRAUM | 29.02.-18.05.2008
click click | VORTRAGSREIHE | 23.04.-02.07.2008
click click | AUSSTELLUNG | 06.06.-31.08.2008
click click | SYMPOSIUM | 07.06., 16.07., 17.07.2008
click click | KATALOG | ERSCHEINT AM 01.07.2008

Das Projekt ist groß angelegt – das größte, das der Heidelberger Kunstverein seit langem veranstaltet – und arbeitet nicht nur mit dem Mannheimer Kunstverein, dem Ernst-Bloch-Zentrum LU und der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg zusammen, sondern hat als Recherchepartner auch die American University of Sharjah und den Caracas Urban Think Tank gewonnen.

Wichtige Vertreter dieser Institutionen werden im Rahmen der Vortragsreihe (Phase II) Vorträge zum Thema halten.

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Weitere Informationen finden sich auch im Interview, das ich mit dem Leiter des Kunstvereins, Johan Holten, geführt habe und das ebenfalls in der nächsten art info veröffentlicht wird.





Einführung in die Bauforschung (Kunstgeschichte. Eine Einführung)

15 05 2008

Eine kurze Einführung in die Bauforschung gibt Dethard von Winterfelds „Gegenstandssicherung an Architektur“. Der Text ist ein Beitrag zur mittlerweile schon fast „klassisch“ gewordenen „Einführung in die Kunstgeschichte“ von Belting, Dilly, Kemp, Sauerländer und Warnke, die gerade in der 7. Auflage erschienen ist (eine ausführlichere Besprechung findet sich demnächst hier).

Nach einer kurzen Einführung in die Bauforschung und ihrer Abgrenzung zur Baugeschichte, Architekturgeschichte und Kunstgeschichte erläutert von Winterfeld die wichtigsten Methoden und Mittel zur Bestandsaufnahme bzw. Darstellung von Bauten:

- planimetrische Darstellung (Grundriss, Aufriss, Isometrie)

- Bauaufnahme (Vermessung)

- Fotografie und Fotogrammetrie

- Bauuntersuchung

- Baubeschreibung

- Grabung

- Quellenforschung

Der Autor erläutert die Begriffe recht ausführlich; dies liest sich stellenweise anspruchsvoll, da es ein gewisses Verständnis für bildliche Abstraktion erfordert, sich die unterschiedlichen Projektionen vorzustellen. Durch zahlreiche Abbildungen wird die Lektüre jedoch erleichtert und ist letztlich sehr hilfreich, um sich mit den Grundlagen der Bauforschung vertraut zu machen bzw. seine Kenntnisse aufzufrischen.

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Dethard von Winterfeld, Gegenstandssicherung an Architektur, in: Kunstgeschichte. Eine Einführung, hrsg. v. Hans Belting, u. a., siebte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Berlin 2008, S. 95-124





Photos Parc de la Villette

6 05 2008

Am 3.5.2008 waren wir zur Feier des Tages im Parc de la Villette, Paris – eine wirklich schöne Parkanlage, die bestens angenommen wird: Picknick, Sonnenbaden, Fußballspielen, Relaxen,…. Strahlender Sonnenschein und sommerliche Temperaturen haben ein Übriges getan.

Tatsächlich merkt man allerdings von Tschumis komplexem Gedankengebäude, das hinter seinem Entwurf für den Park steckt (3 sich überlagernde Schichten, siehe den älteren Beitrag zum Thema), vor Ort nicht viel – wie das meist so ist, mit theoretischen Konstrukten. Andererseits: muss man denn oder kann man überhaupt eine Theorie sichtbar machen?

Wie dem auch sei, hier ein paar Foto-Impressionen:

My very first folie… ;-)

North-South-Gallery + „Quick“Folie (have a „quick“ eat…)

North-South Gallery, view Northwards, Maison de la Villette

Canal de l’Ourcq with East-West-Gallery + Folies

Folie, Prarie ronde

Folie – not that top in shape anymore…

Themes Garden: Bamboo Garden

Grande Halle, Folie – le foot!

Folie „du Bar“

Grande Halle, Folie meets Theatre

Entrance Folie, North-South-Galerie Cité de la Musique…with ballett dancers having a break

Cité des Sciences et de l’industrie, la Géode… and Folie

La Géode again – great for photo experiments!

Dragons on the loose? – No, it’s a … …playground slide!