Exhibition Broken Vision in Mannheim: Imagin(in)g Reality
15 08 2009Ist das, was wir sehen, real? Welche Bilder zeigen die Wirklichkeit? Was ist real? Diesen Fragen spüren 13 zeitgenössische Künstler und Künstlerinnen aus Deutschland, Belgien und Japan in der Ausstellung „Broken Vision“ im Mannheimer Kunstverein (12. Juli – 13. September 2009) nach. In ihrem Werk nähern sie sich der Abbildung von Realität an und setzen sich mit verschiedenen künstlerischen Ansätzen und Medien mit der Thematik auseinander. Und werfen dabei mehr Fragen auf, als sie beantworten.
How real is what we see? Which images show reality? What is real? 13 contemporary artists from Germany, Belgium and Japan are tracing these questions in the exhibition „Broken Vision“ in Mannheim, Germany. They all deal with questions about imaging reality using different artistic mediums and technics. One important subject area thematizes structuring of habitats and the difficulties to locate oneself in a globalized world.

Philipp Weber: Die Jagd – Nora, Kady und Ulrike, 2005, Öl auf Leinwand, 200 x 280 cm, courtesy Galerie Gering, Frankfurt/M.
Überall wird gephotoshopt, digital korrigiert, nachbearbeitet,… Dass wir Bildern in der herrschenden Bilderflut nicht mehr alles glauben dürfen, was wir darauf sehen, ist schon fast zum Gemeinplatz geworden. Im Web-Zeitalter ist auch der Wirklichkeitsbegriff dynamisch und flexibel geworden. Realism 2.0 – echt ist, was der Computer „ausspukt“?
Mit der Thematik der Wirklichkeitsabbildung und den vielfältigen Möglichkeiten und Lösungen dafür, die ein Blick in die Kunstgeschichte offenbart, habe ich mich in Realism 2.0: Wie real ist die Wirklichkeit? auf Art and Events näher befasst. Dort wird auch ein Blick auf die Fotografie geworfen, die den Anspruch auf die uneingeschränkte Abbildung der Realität erhebt, der jedoch bei genauerer Betrachtung nicht so eindeutig zutrifft, wie es oft dargestellt wird.
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Auch die in Mannheim gezeigten Künstler Michael Bach, Beate Bilkenroth, Felix Burger, Eckart Hahn, Christian Hellmich, Ives Maes, Lisa Schairer/Grete Turtur, Josef Schulz, Koshi Takagi, Andreas Wachter, Philipp Weber und Maik Wolf spüren in ihren Arbeiten konstruierten Wirklichkeiten nach – nicht real, aber immer plausibel.
Ein großer Themenschwerpunkt kreist um die Strukturierung von Lebensräumen und die Schwierigkeiten, sich in einer globalisierten Welt zu verorten, die sich immer mehr angleicht. Dabei beschäftigen sich mehrere Künstler auf unterschiedliche Weise mit Architektur.
Josef Schulz fotografiert Industriehallen, wie sie auf der ganzen Welt im Einsatz sind. Am Computer werden seine analogen Aufnahmen nachbearbeitet, alle konkreten Hinweise wie Ortsbezüge, Verweise auf Funktion, Zeit und Größe – kurz alles was einordnenbar macht – entfernt. Die so nur auf Farbe, Fläche und Form reduzierten Zweckbauten gleichen minimalistischen Skulpturen und entfalten in intensiven, kräftigen Farben eine von der Realität abstrahierte Ästhetik, die klassische Züge annimmt: Die Bauten werden „Tempelartig“ präsentiert mit einem tiefen Horizont und in einer Proportionierung, die dem Goldenen Schnitt entspricht.
Auch in den Gemälden von Beate Bilkenroth, Maik Wolf, Christian Hellmich und Michael Bach werden alltägliche Raumerfahrungen künstlerisch verarbeitet. Beate Bilkenroth etwa zeigt serielle Wohnbauten, typische „Menschenorte“ jedoch ohne Protagonisten: Wohnen im funktionellen Planquadrat.
Michael Bach malt ebenfalls alltägliche Räume, typische, aber unspektakuläre Großstadt-“Ansichten“ – etwa eine Londoner Ubahn-Station. Eine vertraute Umgebung, mit technischen Elementen, Rolltreppen, Lochblechen, künstlichem Licht – aber Menschenleere, wo sonst Hektik herrscht. Durch die meist sehr großen Formate wirken diese Bilder fremd und entfalten Unbehagen.

Christian Hellmich: Pavillon 2008 Öl auf Leinwand 204 x 150 cm courtesy Tanja Pol Galerie, München und Galerie Lehmann Maupin, New York © VG Bild-Kunst, Bonn 2009
Christian Hellmich (*1977) hingegen abstrahiert auf andere Weise: Er malt eigenartige „Architekturen“, die ihren eigenen Gesetzmäßigkeiten folgen. Zwar werden eindeutige architektonische Elemente eingesetzt, die jedoch keine Bauten formen - jedenfalls keine Bauten, wie wir es gewohnt sind. Hier fehlt die klare Einteilung in Innen und Außen. Es gibt Berührungspunkte mit dem, was wir kennen, nicht mehr. Möglichkeitsebenen überlagern sich, Illusionsräume entstehen.
Auch Maik Wolf (*1964) konstruiert aus Bilder-Fundstücken, wie sie in den Massenmedien zuhauf begegnen, Landschaften und Wohnsiedlungen. Dadurch ähneln seine Kompositionen den Bildern, die einem tagtäglich begegnen – wo haben wir welche Abbildung zuletzt gesehen? TV, Internet, Print? Wolf reagiert damit auf ein Phänomen unserer Zeit – die Städte weltweit gleichen sich immer mehr an, die Bilder werden immer ähnlicher: visuelle Globalisierung.
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Andreas Wachter: Amy, 2008, Terrakotta 90 x 40 x 40 cm, Leihgeber Sammlung Hofmann Karlsruhe, courtesy GALERIE Supper, Karlsruhe
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Ein anderer Themenkomplex der Ausstellung befasst sich mit gängigen Konstruktionen von Weiblichkeit und den Geschlechterrollen-Klischees, die nach wie vor vorherrschen. Andreas Wachter etwa zeigt eine „Amy von Milo“: Die skandalträchtige Popikone Amy Winehouse wird in der Pose der antiken Venus von Milo inszeniert. Unterschiedliche Erwartungen und Ansprüche an das Bild einer Frau werden überlagert. Was ist archaisch, was modern?
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Informationen aus dem Katalog von „Broken Vision“, Mannheimer Kunstverein
© Abb. die Künstler, KV Mannheim, VG-Bildkunst
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Schlagworte: Andreas Wachter, Beate Bilkenroth, Christian Hellmich, Eckart Hahn, Felix Burger, Fotografie, Ives Maes, Josef Schulz, Koshi Takagi, Kunstverein, Lisa Schairer/Grete Turtur, Maik Wolf, Malerei, Mannheim, Michael Bach, Philipp Weber
Kategorien : Architecture + Art
Von Amts wegen in Saarbrücken: Photography by Benedikt Steinmetz
7 08 2009Trotz der Allgegenwart der Politik in den Medien – Stichwort Wahljahr – begegnet der Bürger dem Staat nur in einer virtuell-fiktiven Form. Den konkreten Kontakt mit der Staatsmacht erfährt er über Ämter, Behörden, Verwaltungen, die nicht nur das architektonische Bild der Städte prägen, sondern auch das „Gesicht“ des Staats in der öffentlichen Wahrnehmung.
In seiner Arbeit „Von Amts wegen„, die zur Zeit in der Saarbrücker Architektenkammer zu sehen ist, spürt Benedikt Steinmetz dieser Präsenz der Politik in seiner Heimatstadt Saarbrücken nach – durchaus mit einer Prise Humor, wie der Titel verrät.
Even though politics are omnipresent in the media – in Germany it’s election year – citizens encounter state only in a virtual way. Actual contact with state power one has via offices, agencies, administrations which not only coin the architectural „face“ of cities, but also influence the „face“ of state in the everyday life.
Benedikt Steinmetz focuses this topic in his project „Von Amts wegen„, presently shown in Saarbrücken, Germany. He traces the presence of politics and state in his hometown Saarbrücken – not lacking a certain humour, as the title reveals: „Von Amts wegen“ is a German idiom, literally „officially“/“on account of office“, yet often used in a satirical-critical context.

Ordnungsamt © Benedikt Steinmetz
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Von Amts wegen
Benedikt Steinmetz
Fotografien in Schwarz- Weiss
Haus der Architekten, Saarbrücken
30. Juli – 24. August 2009
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Wie präsentiert sich aber der Staat im täglichen Leben? Im Alltag des Bürgers, im Erscheinungsbild seiner Stadt, in seinem Lebensraum? Sind Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Architektur dem Zufall oder der Funktion geschuldet? Kann die Architektur dem Betrachter etwas über das Selbstverständnis des Staates sagen, der hinter diesen Fassaden waltet?

Ministerium für Umwelt © Benedikt Steinmetz
Diesen Fragen spürt der Fotograf Benedikt Steinmetz (*1961) aus Saarbrücken in seiner Arbeit „Von Amts wegen“ nach. Tatsächlich kommt der Bürger, wenn er im täglichen Leben mit „der Politik“ zu tun hat – und dies ist im Wahljahr 2009 und der allgegenwart des Themas in den Medien nicht wenig – nicht mit der Fiktion des Staates in Berührung. Kontakt hat man mit der Staatsmacht in Form von Amtsstuben, Behörden oder Verwaltungen, die „Rückseite der Macht“. Sie ist es auch, die umgekehrt das Bild des Staates in den Augen der Bürger bestimmt
In der Ausstellung in der saarländischen Architektenkammer werden Aufnahmen von verschiedenen über die Stadt Saarbrücken verteilten Behörden und Verwaltungen einander gegenübergestellt. Der Betrachter kann Ähnlichkeiten und Unterschiede in den Fassaden erkunden und eigenen Antworten auf diese Fragen finden. Zum Konzept gehört auch die Lage des Ausstellungsortes im Haus der Architekten. Durch die Nähe zu den dargestellten Gebäuden schließt die Ausstellung eine Aufforderung an den Betrachter ein, die Sichtweise des Fotografen mit eigenen Augen in der Wirklichkeit zu überprüfen.
Darüber hinaus legt der „Von Amts wegen“ nahe, dass sich Steinmetz auch für skurrile und humorvolle Aspekte interessiert. Nicht statische, konventionelle Architekturfotografie ist sein Ziel, sondern der Blick für das Besondere, für überraschende Details sowie dynamische Elemente und scheinbar Zufälliges, das in die Bilder mit aufgenommen wird. In Steinmetz’ Arbeiten treffen Hintersinn und Humor in der Bildgestaltung mit der Strenge der Architektur zusammen.
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Benedikt Steinmetz (*1961) befasst sich mit dem urbanen Raum und dem Leben darin als einer Umgebung, in der man sich ständig bewegt, ohne sie – gewöhnlich – selbst mitgestaltet zu haben. Oberflächlich betrachtet erscheint diese gebaute Umwelt sehr verschiedenartig und abwechslungsreich, im Kern jedoch folgt sie immer gleichen Regeln wie dem rechten Winkel, der Mathematik, der Statik…
Neben diese gebaute Umwelt tritt ein unsichtbares, nicht fassbares Umfeld, das das menschliche Zusammenseins regelt: Gesetze, Konventionen, Rollen, soziale Verhaltensregeln, EU-Richtlinien…
„Zwischen den sichtbaren Strukturen unserer Umwelt und den scheinbar unsichtbaren Regeln entwickelt sich unsere Lebendigkeit.
Lebendigkeit im formalen Raum – das Spannungsfeld meiner Arbeiten.“ B. Steinmetz
Seit 2005 setzt Steinmetz kontinuierlich fotografische Projekte um.
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Schlagworte: Architektur, ausstellung, Benedikt Steinmetz, Fotografie, Haus der Architektur, Saarland, Von Amts wegen
Kategorien : Architecture + Art
„Urbanomics Archive“ by Nils Norman
25 07 2009Initiated in 1997, Nils Norman’s „Urbanomics Archive“ collects and documents defensive design and street furniture becoming more and more used in global cities: anti-urination devices, anti-skateboarding devices, anti-“hanging out“-devices, … A development which can be observed in particular in anglosaxon regions, yet becoming a trend in European cities as well. A big part of these devices originate in military research.
Watch the Urbanomics Archive Trailer.
A paradox development: while trying to „protect“ (rather: control) public space, the same loses its „public“ character step by step: Using private security and cleaning companys, prohibitions and bans supporting the wants and needs of a certain bourgeois groups, the public space becomes more and more secluded and confined. Thus the public spaces loses its function and characteristics making it a proper public space
British artist Nils Norman (*1966) lives and works in London. (For his CV and bibliography read on here or here)
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Schlagworte: Defensive Devices, Nils Norman, Public Space, Urbanomics Archive
Kategorien : Architecture
In memoriam Julius Shulman
25 07 2009He was one of the great architecture photographers of the 20th century. His shots coined the image of American Modernism, making many buildings and their architects – from Frank Lloyd Wright to Richard Neutra – to icons of the epoch.
At the age of 98, Julius Shulman died in Los Angeles on July 15, 2009.
An amazing documentary film about Shulman is Visual Acoustics. The modernism of Julius Shulman, a documentary film by Eric Bricker.
The documentary film project “explores the monumental career” of Julius Shulman. “Taking its aesthetic cues from Shulman’s own sensual and nuanced photography, the film’s narrative is built from a blend of Shulman’s own images as well as in depth interviews with architect Frank Gehry, designer Tom Ford, artist Ed Ruscha, actress Kelly Lynch and writer Mitch Glazer, publisher Benedikt Taschen, Academy Award – nominated cinematographer Dante Spinotti, and a host of others.” The documentary is narrated by Dustin Hoffman.
An overview about many photographs of Shulman offers TASCHEN’s „Modernism Rediscovered„.
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Schlagworte: architecture photography, Julius Shulman
Kategorien : Architecture, Architecture + Art
Jay Mark Johnson’s Spacetime An unconventional approach to photography: Merging space and time
25 07 2009An amazing and unconventional approach to photography has developed American photographer Jay Mark Johnson. His „Spacetime“ photography functions like timelines: the motives are captured during a certain span of time, thus merging the recording of space and time into a single, linear “spacetime” continuum. Presently his work is shown in ACE Gallery Beverly Hills.
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JAY MARK JOHNSON SPACETIME
THROUGH AUGUST 29, 2009
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(Info quoted from ACE Gallery Press Release)
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Jay Mark Johnson (*1955 Florida) produces photographic images that challenge the norms of perception. Employing a process that is distinct from conventional photography, he creates works that merge the recording of space and time into a single, linear „spacetime“ continuum. The resulting photographs are akin to both seismographs and electrocardiograms in that, as timelines, they begin on the left and end on the right. The horizontal length of the image conveys an uninterrupted and fluid measurement of a brief span of time, varying in duration from 10 seconds up to 45 minutes.
Johnson approaches this work as an open-ended exploration into the possibilities for timeline photography. In his Motion Studies series, the artist registers the free-flowing movements of Taichi dancers, ballet dancers and swimmers. The resulting images appear as gesture-driven „action paintings.“
His Anachronistic Nature series records familiar patterns of natural movement that have been transposed into singular, two dimensional time sequences. „Nature“ is recognizable but appears to be out of sync with itself.
With his Topological Shifts he focuses on transformations that occur when a non-linear movement is re-rendered into a straight line graphic. The giant circular steel latticework of an amusement park ferris wheel is unwrapped into a delicate linear scaffolding.
But it is within his Spacetime Cityscapes and Landscapes that Johnson’s most inventive and interpretive developments have flourished, unique examples of landscape imagery. They have been photographed all around the world, including Belgrade (Serbia), Cetona (Italy), Hamburg (Germany), Hazard (Kentucky), Hong Kong, Los Angeles, Moscow, Paris, Rome, and Valencia (Spain). At each new location, Johnson develops an increasingly critical interplay between the place itself, its unique position in history and the unconventional visualizations that he creates. His cultural, linguistic and political references are far reaching and he applies them with incisive wit.
„Perhaps the most exciting aspect of his photography is that it tugs photography away from the gravitational pull of Euclidean documentation – which has dominated the field since its beginnings – and prods it towards new and ambitious aesthetic and intellectual goals.“
Johnson equates his visual experimentation to stepping „through the looking glass“ with Alice. In this parallel world of shifted perceptions, the ground rules are changed. Horizontal space is obliterated, shadows are crisscrossed, directional movement is confounded. Individuals appear isolated from the spaces they inhabit, and the relative speed of an object causes its expansion or contraction. Though the images are true photographs, they challenge the viewer’s effort to decode them.
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About Jay Mark Johnson
Jay Mark Johnson holds a Master’s Degree in Architecture from Tulane University. Through the early 1980s, his associations with architects Peter Eisenman, Rem Koolhaas, Aldo Rossi and Lebbeus Woods allowed him to explore questions of representation and time in both built and conceptual architecture. Beyond architecture, Johnson’s varied and prolific career spans theatre and performance art, photography, live musical performance, and journalism.
Later he worked within the film industry and is now a cinema director with broad experience in visual effects production, having supervised, directed or otherwise contributed to the computer generated imagery for a dozen major studio films and television series, such as Outbreak, The Matrix, Titanic, Tank Girl, Moulin Rouge, and White Oleander and music videos for Michael Jackson, Madonna, Red Hot Chili Peppers and others.
He lives and works in Venice, California.
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Schlagworte: ACE Gallery, Berverly Hills, Jay Mark Johnson, Photography, Spacetime
Kategorien : Architecture + Art
Robert Schleder_City 1.0 | Photo Exhibit in Berlin
24 07 2009The exhibit „City 1.0″ in Berlin presents photographs and drawings by German artist Robert Schleder. Schleder (*1980) photographs cities in his very own, particular way because he knows them – he’s grown up in one ot them. His photographs show empty urban spots, voids. Indistinct, deserted, neutral, no special characteristics, the inhabitans appear only in traces. While the photographs are deserted, the drawings – reflections of the photographed – point to human existence every now and them, contrasted to the huge dimensions of the drawn structures. Schleder’s work pinpoints the use of urban voids.
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Robert Schleder:
Stadt 1.0 | City 1.0
Fotografien / Zeichnungen | Photographies / Drawings
16. Juli – 4. September 2009
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Robert Schleder (*1980 Strausberg) fotografiert Städte so, wie er sie fotografiert, weil er sie kennt – er ist in einer aufgewachsen. Seine Fotografien sind gleichsam anthropologisch universelle Blicke auf Leerstellen in Städten. Diesen Leerstellen fehlt anscheinend alles Besondere, sie eindeutig Qualifizierende, vor allem scheinen ihre Bewohner nur über ihre zahlreichen Spuren anwesend zu sein. Aber gerade die Leere dieser Stätten macht das Besondere der Fotografien Schleders.
Sind die Fotografien frei von Menschen, so erscheinen in seinen Zeichnungen, die als Reflexionen des fotografisch Erfassten gelten können, hin und wieder Verweise auf menschliches Dasein und menschliche Gestalten. Sie werden vor allem in ihrem Verhältnis zur überwältigenden Umgebung sichtbar. In diesem Sinne sind die Figuren in Schleders Zeichnungen gleichsam in einem Funktionsdiagramm gefangen. Es klärt den Nutzen rätselhafter Leerstellen in der Unwirtlichkeit unserer Großstädte. (PR-Text P.R.Salon)
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Schlagworte: Berlin, Fotografie, Petra Rietz Salon, Robert Schleder, Zeichnung
Kategorien : Architecture + Art
Book REVIEW: position alltag. architecture in the context of everyday life || HDA Dokumente zur Architektur 21/22
18 07 2009Eine der aktuellsten Publikationen des Grazer Haus der Architektur HDA widmet sich der “Architektur im Kontext des Alltagslebens”:
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position alltag. architecture in the context of everyday life.
Preis: 19,90 €
HerausgeberInnen/Editors:
Markus Bogensberger, Gabu Heindl
AutorInnen/Authors:
Ellen Bareis, Gabu Heindl, Ernst Hubeli, Otto Kapfinger, Nils Norman, Marc Ries, Riklef Rambow
ISBN 978 3 901174 68 1
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One of the latest publications of HDA Graz (House of Architecture, Graz/Austria) is position alltag architecture in the context of everyday life. The book summarizes the results of a two-year-programme of the HAD about architecture and everyday life. It thus focuses a question which is usually absent from architectural discourse. While signature buildings – let’s call it “Bilbao-ism” – enjoy great attention, architecture in general is neglected.
The publication, written in both German and English, presents 6 essays of high academic standard dealing with different aspects – living, working, preserving, consuming, building – from several perspectives (architectural, media theoretical, artistic, ethnological, psychological) and offer thoughtful insights. It is written in both German and English.
Of particular interest might be artist Nils Norman’s „Urbanomic Archive„, documenting the outgrowth of „defensive devices“ in public spaces, as well as Riklef Rambow’s general considerations about what „everyday“ actually means in an architectural context (maybe it isn’t so much the extravagant shapes of „Bilbao-istic“ buildings vs. the „common“ buildings, that needs to be considered, but their suitability for everyday use (- and thus a new structure in architectural discourse is needed)?
Darin wird ein Themenschwerpunkt zusammengefasst, der zwei Jahre lang das Programm des HDA, das baukulturelle Themen vermittelt und den Diskurs über architektonische Fragestellungen fördert, bestimmt hat. Das Leitthema ist ambitioniert – und richtig:
„Angesichts der Dominanz von ikonischen Bauten und deren als Stars bezeichneten Architekten in der medial vermittelten Architekturwelt erschien es uns sinnvoll, den Fokus auf eine Sensibilisierung für Alltägliches zu richten und das Außergewöhnliche gerade im Gewöhnlichen zu suchen.“ (7)
Tatsächlich begegnet derzeit eine seltsam widersprüchliche Situation – spätestens seit Bilbao und Gehrys Guggenheim herrscht ein reges Interesse an spektakulären Gebäuden, und so manches Unternehmen versucht, das visuelle – und werbeträchtige – Potenzial eines extravaganten Baus auszuschöpfen. (Womit sie freilich keineswegs allein auf weiter historischer Flur stehen, man denke nur an die repräsentativen Schlossbauten, an barocke Kirchen und Stadtanlagen, die noch heute Touristen wie Fachleute gleichermaßen faszinieren.)
Diesem gesteigerten Interesse an „Spektakel-Bauten“ steht ein, wenn man so will, erschreckendes Desinteresse, ein Nicht-Bewusstsein für Architektur an sich entgegen. Für die Architektur nämlich, die ständig begegnet, für die Alltagsbauten und Anlagen, die nicht spektakulär daherkommen, weil sie älter sind, einfacher und „hässlich“, unauffällig und funktional. Alltäglich eben. Sie werden in Publikationen oder Ausstellungen nur im seltensten Fall thematisiert. Dabei sind es jedoch gerade diese alltäglichen Bauten und architektonische Strukturen, die ihre Bewohner sowohl im Alltagsleben als auch in der „ideellen“ sozialen, politischen und kulturellen Lebensführung prägen, stärker als man sich oft bewusst ist.
„[W]elche dialektischen Beziehungen zwischen innen und außen sowohl auf der Ebene der Architekturen selbst als auch in einem städtebaulichen Zusammenhang gebildet werden und welchen Einfluss diese auf das soziale Leben und wiederum die Architekturproduktion habe“ (7), rückt „position alltag“ in den Mittelpunkt.
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Die PublikationIn den fünf thematischen Schwerpunkten wohnen, arbeiten, schützen, konsumieren, bauen nähern sich fünf Essays der Themenstellung aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven. Sie verfolgen meist eine sehr theoretische Herangehensweise, die über grundlegende Fragen des Räumlichen im Alltag nachdenkt und über die gebaute Realität hinausführt. Da die Texte interessante Fragen und Blickwinkel auf die Thematik „Architektur und Raum im Alltag“ aufwerfen, schließen sich im Folgenden kurze Abrisse der einzelnen Beiträge an.
Die Texte stellen eine Auswahl der Stellungnahmen dar, die im Rahmen des zweijährigen Veranstaltungsprogramms des HDA – zentrales Element waren Roundtables mit Experten aus verschiedenen Disziplinen – vorgetragen wurden
Angeordnet in sechs Kapiteln (1 Einleitung + 5 Essays) sind die Essays in zwei Sprachen, deutsch und englisch verfügbar. Die Texte sind nur wenig (oder gar nicht) illustriert; dies ist insofern anzumerken, da man von Publikationen eines Ausstellungshauses in der Regel Katalogcharakter erwartet. Diesen hat lediglich der zweite Teil des Bandes, der etwas weniger als ein Drittel des Gesamtumfangs ausmacht und der Abschlussausstellung des Projekts „position alltag“ gewidmet ist, einer Fotografieschau: Architektur 24/7 – eine alltägliche Beziehung (2007).
Gezeigt wurden jedoch keine der üblichen Fotografien von Gebäuden, die „oft den Eindruck machen, deren BenutzerInnen wären auf Urlaub geschickt worden, um die Architektur nicht zu stören“, sondern Aufnahmen von Architektur im Alltag, „die uns 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche“ (109) lang umgibt.
Entstanden sind die Fotografien in Postkartengröße auf Einladung des HDA an Architekturbüros, zu eigenen Gebäuden und Bauprojekten zurückzukehren und diese zu fotografieren, wie sie in Gebrauch sind. Begleitet werden die Aufnahmen von kommentierenden Statements der Bewohner/Benutzer.
So ist eine Sammlung verschiedener Perspektiven auf alltägliche Architektur im Spannungsfeld zwischen fotografierenden Architekten und fotografierten Benutzern der Bauten entstanden.
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Schlagworte: Bilbao, Ernst Hubeli, Gabu Heindl, Marc Ries, Nils Norman, Riklef Rambow, Urbanomics
Kategorien : Architecture + Art, Literatur
Plattenspieler | Ein fotografisches Projekt von Joachim Seinfeld, Galerie M, Berlin-Marzahn
11 07 2009Die neue Ausstellung in der Galerie M in Berlin/Marzahn-Hellersdorf , die ich vor einiger Zeit wegen ihres besonderen Ausstellungskonzepts vorgestellt habe, präsentiert ein fotografisches Projekt des Berliner Künstlers Joachim Seinfeld, das eigens für diese Ausstellung entstanden ist. Unter dem programmatischen Titel „Plattenspieler“ wurden BewohnerInnen des Bezirks an von ihnen ausgewählten Orten porträtiert. Thema war nicht nur das Selbstverständnis der Fotografierten, sondern auch ihre Beziehung zu dem Ort, an dem sie leben.
The new exhibition in Galerie M, Berlin/Marzahn-Hellersdorf, which I introduced some time ago for its unique exhibition concept, presents a photographic project by Berlin artist Joachim Seinfeld which he realized specially for Galerie M. Residents of this Berlin borough have been portrayed in positions and on locations of their own choice. Thus not only the self-image of the photographed person is shown, but also their relationship to the area they live in. In the exhibition, both the portray of the persons and the „portray“ of their chosen location is presented, accompanied by statements of the portrayed persons about their chosen „set of shooting“ – being it their favorite place, their routine walking the dog-way, a place the dislike most.
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„Plattenspieler“
Ein fotografisches Projekt von Joachim Seinfeld
Galerie M, Berlin-Marzahn Hellersdorf
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„Hier wohne ich.“
Hier gehe ich jeden Tag mit meinem Hund hin.“
„Diesen Platz kann ich nicht ausstehen.“
„Fotografier mich aus diesem Winkel, von dort unten.“
Das waren Antworten auf die Frage „Wo und wie würdest du dich der Öffentlichkeit präsentieren, wenn du dazu die Möglichkeit hättest?“, der der Künstler Joachim Seinfeld im Rahmen des Projektes „Plattenspieler“ gestellt und visuell umgesetzt hat.
BewohnerInnen des Bezirkes wurden an von ihnen ausgewählten Orten fotografiert. Entstanden sind zwei Aufnahmen: ein Konterfei der Porträtierten und ein Bild des Ort, an dem der Fototermin stattfand. Im Projekt „Plattenspieler“ geht es um die Selbstdarstellung der Porträtierten, zum anderen um deren Verhältnis zu ihrem Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Neben den Fotografien sind in der Ausstellung auch die Statements der Fotografierten zu ihren gewählten Orten zu lesen.
Die Ergebnisse sind ab dem 12. Juli an Wänden, Boden und Fensterscheiben der Galerie M zu sehen.
Während der Dauer der Ausstellung wird Joachim Seinfeld weiter an dem Projekt arbeiten und BewohnerInnen porträtieren.
Alle Fotografien werden in einer Broschüre dokumentiert, die zur Finissage am 27.9.09 vorgestellt wird.
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Schlagworte: Berlin, Galerie M, Hellersdorf, Joachim Seinfeld, Marzahn, Plattenspieler, Porträt
Kategorien : Architecture + Art
















